Frankfurt , Fußball Bundesliga, Saison 2023  2024, Eintracht Frankfurt vs. VfB Stuttgart , Maximilian Mittelstädt ( VfB )  (Foto: IMAGO, Pressefoto Baumann)

Fußball | Bundesliga

Mittelstädt im Interview: Frankfurt, VfB-Erfolgsrezept und schwäbische Integration

Stand
INTERVIEW
Michael Bollenbacher
ONLINEFASSUNG
David Luding

Nach dem 2:1-Sieg in Frankfurt gibt Neuzugang Maximilian Mittelstädt persönliche Einblicke in seine Anfangszeit in Stuttgart und spricht über das Erfolgsrezept des VfB-Höhenflugs.

SWR Sport: Der VfB Stuttgart spielt bisher eine hervorragende Saison. Am Samstag dann der 2:1-Sieg in Frankfurt, bei einer Mannschaft, die in der Bundesliga seit über einem Jahr zuhause nicht verloren hat. Was sagt das über den VfB Stuttgart derzeit aus, wenn man bei so einer heimstarken Mannschaft gewinnt?

Maximilian Mittelstädt: Ich glaube generell, dass wir in den letzten Wochen einfach einen enormen Schritt gemacht haben und als Team extrem zusammengewachsen sind. Dann können wir auch Spiele für uns entscheiden, die nicht einfach sind, wo wir vielleicht nicht die Kontrolle über 90 Minuten haben, sondern auch mal tiefer stehen und verteidigen müssen. Ich glaube, dass das ein wichtiger Entwicklungsschritt für uns ist.

SWR Sport: Sie standen gestern das dritte Mal in der Startelf, haben ihre zweite Vorlage gegeben und hatten die meisten Ballkontakte. Der Trainer scheint jetzt auf Sie zu setzen, Sie müssen sich im Moment sehr wohl fühlen, nicht?

Mittelstädt: Klar freut es mich, dass ich in den letzten Wochen vermehrt in der Startelf stand und so dem Team auch helfen konnte. Aber auch davor habe ich mich schon sehr wohl gefühlt und bin hier schnell heimisch geworden. Am Anfang war es vielleicht nicht ganz so einfach, weil ich mich verletzt hatte und dann vier Wochen raus war. Ich musste mich dann erstmal zurück kämpfen. Aber auch das gehört dazu, und ich bin froh hier zu sein.

SWR Sport: Worin liegt Ihrer Meinung nach gerade das Erfolgsrezept des VfB Stuttgart? Ist es diese Mischung aus Kampf, Spaß und spielerischer Klasse?

Mittelstädt: Ja, ich glaube, dass wir aktuell viele dieser Komponenten erfüllen. Wir sind eine Mannschaft, die gut Fußballspielen und offensiv Akzente setzen kann. Wir sind nach vorne sehr gefährlich und können auch Mal aus dem Nichts etwas machen. Aber wir haben auch hinten Abwehrspieler, die alles verteidigen und einen Torwart, der uns sehr viel Sicherheit gibt. Ich glaube, dass dieses Mannschaftsgefüge uns aktuell zu einem so starken Konstrukt macht.

SWR Sport: Die Fans haben "Europapokal, nach all der Scheiße geht es auf die Reise. Stuttgart international" gesungen. Wenn es so weiterläuft, könnte das ja so kommen. Machen Sie sich darüber manchmal Gedanken?

Mittelstädt: Klar will man immer nach dem Höchsten streben. Man darf aber auch nicht vergessen, wo man herkommt und dass die letzten Jahre nicht so erfolgreich waren. Ich glaube, da können wir jetzt sehr, sehr froh sein, dass wir erstmal eine sorgenfreie und bisher erfolgreiche Saison spielen. Klar ist die Euphorie groß, wenn man erfolgreich spielt. Dann wollen die Fans auch mehr davon sehen. Träumen ist zwar erlaubt, aber die Realität ist, dass wir trotzdem erstmal zusehen müssen, dass wir so viele Spiele wie möglich gewinnen, um auch in der Rückrunde komplett sorgenfrei Fußball spielen zu können.

SWR Sport: Sie sind gebürtiger Berliner und es heißt ja immer 'Schwaben und Berliner, das ist ein bisschen schwierig'. Wie sind Sie in Stuttgart angekommen?

Mittelstädt: Ich muss sagen, dass ich mich direkt sehr, sehr heimisch gefühlt habe. Ich wurde hier von allen sehr gut aufgenommen, sei es vom Verein, von der Mannschaft oder den Fans - das tut mir extrem gut. Ich habe nicht lange gebraucht, um eine Wohnung zu finden, und habe jetzt hier auch eine sehr nette, schöne Frau kennengelernt, mit der es auch sehr gut läuft und die mir auch viel Energie gibt. All das zusammen sorgt dafür, dass ich mich hier sehr wohl fühle, und das gibt mir viel Kraft, was man, glaube ich, auch auf dem Platz merkt.

Stand
INTERVIEW
Michael Bollenbacher
ONLINEFASSUNG
David Luding