Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart) am Spielfeldrand (Foto: IMAGO, IMAGO / Avanti)

Fußball | Bundesliga

Transfergerüchte und wenig Punkte: Strapaziöser Saisonstart für Stuttgart

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Ein Wechsel von Torjäger Kalajdzic rückt offenbar näher. Der VfB hat aber auch sonst noch viele Baustellen zu beackern: die Causa Sosa und die Sperren von Luca Pfeiffer und Pellegrino Matarazzo.

Die noch junge Saison der Fußball-Bundesliga hatte für den VfB Stuttgart schon reichlich Themen parat. Nach drei Punkten aus den ersten vier Partien von einem Fehlstart zu sprechen, wäre überzogen. Zumal die Heimspiele gegen die Europapokal-Starter RB Leipzig (1:1) und SC Freiburg (0:1) extrem knifflig waren.

Schwieriges Heimspiel gegen Schalke

Gegen Aufsteiger FC Schalke 04 sollte am kommenden Samstag (15:30 Uhr) nach Möglichkeit aber der erste Sieg her. Coach Pellegrino Matarazzo und Stürmer Luca Pfeiffer werden den Schwaben gegen die Königsblauen fehlen. Auch der angestrebte Wechsel von Stürmer Sasa Kalajdzic rückt Medienberichten zufolge näher. Es sind wilde Tage für die Schwaben.

Dass die Schalker gegen Union Berlin am Samstag mit 1:6 unter die Räder kamen, heißt für VfB-Sportdirektor Sven Mislintat erstmal "gar nichts", wie der 49-Jährige betonte. "Ganz im Gegenteil, sie werden alles reinwerfen, dass das nicht nochmal passiert. Wir werden ein dementsprechend schweres Heimspiel haben." Wieder mal. Und gewinnt der VfB erneut nicht, steckt er womöglich schon früh im Tabellenkeller drin.

Wer spielt beim VfB im Sturm?

Eine Frage, die sich vorab stellt: Wer spielt vorne? Pfeiffer wurde nach seiner Roten Karte beim Remis in Köln (0:0) für drei Partien gesperrt. Chris Führich könnte stattdessen in die Spitze und an die Seite von Silas Katompa Mvumpa rücken - oder Juan José Perea sein Startelf-Debüt geben. Auch Tiago Tomás steigt nach seiner Mandelentzündung womöglich diese Woche wieder ins Mannschaftstraining ein.

Wechsel-Poker um Sasa Kalajdzic

Dass Torjäger Kalajdzic gegen Schalke wieder dabei ist, wird indes immer unwahrscheinlicher. Der Österreicher sorgte mit seiner Abwesenheit in Köln für Aufsehen. Er hofft weiter auf einen Wechsel in die Premier League. Am Montag vermeldeten verschiedene Medien, dass sich der VfB und der englische Erstligist Wolverhampton Wanderers inzwischen grundsätzlich auf einen Transfer geeinigt hätten. Die Ablösesumme soll demnach bei rund 18 Millionen Euro liegen. Außerdem sollen noch diverse Boni dazukommen. Es seien aber auch noch Details zu klären.

Als potenziellen Ersatz brachten nun schon mehrere Medien den deutschen U21-Europameister Mergim Berisha (Fenerbahce Istanbul) ins Gespräch. Die Wechselfrist endet am Donnerstag (18 Uhr). Sollte der Kalajdzic-Transfer doch noch platzen und der Österreicher am Freitag noch da sein, will Mislintat den 2023 auslaufenden Vertrag mit ihm verlängern. Es dürfte dann aber spannend zu sehen sein, ob und wie sehr das Standing des 25-Jährigen womöglich gelitten hat. Im Team. Und bei den Fans.

Auch bei Sosa noch Fragezeichen

Außenverteidiger Sosa muss sich da weniger Sorgen machen. Der Kroate wird nach wie vor mit Atalanta Bergamo aus der italienischen Serie A in Verbindung gebracht. Anders als Kalajdzic war er in Köln aber dabei - und wurde von Mislintat für sein Verhalten explizit gelobt. Auch bei Sosa gilt: Nur bei einem passenden Angebot darf er gehen.

Und für Matarazzo gilt: Gegen Schalke wird er wie in den letzten 20 Minuten gegen Köln auf der Tribüne sitzen müssen. Er habe auch von seinem Platz hinter der Bank Einfluss nehmen können, so der Trainer, der wegen Meckerns Gelb-Rot gesehen hatte. "Es hat eigentlich gut funktioniert." Für vieles gilt das beim VfB aktuell aber eher nicht.

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