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Was ist dem VfB Stuttgart in dieser Saison zuzutrauen? Und wie reagiert der SC Freiburg auf den Abgang zahlreicher Leistungsträger? Erste Antworten gibt es am Samstag - dann treffen beide Teams zum Bundesliga-Start aufeinander.

Vor seinem Comeback in der Fußball-Bundesliga steht der VfB Stuttgart vor vielen Fragezeichen - aber der SC Freiburg auch. Zum insgesamt 36. Mal trifft der schwäbische Aufsteiger am Samstag (15:30 Uhr) im Oberhaus auf seinen badischen Rivalen. VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo hofft auf ein gelungenes Debüt, sein Freiburger Pendant Christian Streich auf das Ende einer Serie. Der große Team-Vergleich.

Die Neuzugänge

Der VfB verstärkte vor allem seine Defensive, verpflichtete unter anderem den bis dahin ausgeliehenen Pascal Stenzel aus Freiburg fest sowie Waldemar Anton (Hannover 96) und Konstantinos Mavropanos (Leihe vom FC Arsenal) als neue Innenverteidiger. Flügelspieler Momo Cissé (AC Le Havre) gilt eher als Mann für die Zukunft. VfB-Sportdirektor Sven Mislintat sieht den Kader des VfB Stuttgart für das Ziel Klassenerhalt gut aufgestellt.

Freiburgs spannendste Neuzugänge sind Ermedin Demirovic, der letzte Saison für den FC St. Gallen stürmte, und der erst am Donnerstag für angeblich rund zehn Millionen Euro verpflichtete Baptiste Santamaria (SCO Angers). Der Mittelfeldmann wird am Samstag aber wohl genau wie der von Spartak Moskau ausgeliehene Guus Til (Bänderverletzung) noch fehlen. Auf die schwere Verletzung von Torhüter Mark Flekken reagierte der Sport-Club mit der Leihe des Mainzers Florian Müller.

Die Ausgangslage

Die Erwartungshaltung rund um den VfB ist grundsätzlich hoch. Für die jungen Wilden der Gegenwart geht es aber einzig und allein um den Klassenerhalt. Die Mannschaft von Trainer Matarazzo ist die zweitjüngste der Liga. Die Rolle des Außenseiters, die sie in der Bundesliga einnimmt, dürfte ihr nun aber entgegen kommen - genau wie die weitaus weniger robuste Spielweise im Oberhaus. Die Freiburger kratzten in der vergangenen Saison lange Zeit an den Europapokal-Rängen und belegten schließlich einen starken achten Platz. Diesen zu wiederholen dürfte angesichts der namhaften Abgänge (Robin Koch/Leeds United, Luca Waldschmidt/Benfica Lissabon, Alexander Schwolow/Hertha BSC) aber äußerst schwierig werden.

Die Vorbereitung

Die des VfB war geprägt von Verletzungen. Erik Thommy (Ellenbogenbruch), Clinton Mola (Hüftprobleme), Philipp Förster (Probleme am Wadenbein) und Nicolas Gonzalez (Bündelriss in der Hüftmuskulatur) werden noch eine Weile fehlen. Genau wie Mavropanos (Leistenprobleme). Von den Ergebnissen her liefen die Testspiele der Schwaben ganz ordentlich. Gegen Liverpool (0:3) waren sie zwar chancenlos, dafür gab es aber verdiente Siege gegen den HSV (3:2), Bielefeld (2:0) und Strasbourg (4:2). Vor allem Anton als neuer Abwehrchef und Offensivmann Mateo Klimowicz konnten punkten. Letzteren nannte Matarazzo "einen der Gewinner der Vorbereitung". Freiburg blieb in sämtlichen Testspielen ungeschlagen. Genau wie der VfB (1:0 in Rostock) hatte der Sport-Club in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Waldhof Mannheim (2:1) am vergangenen Sonntag aber große Mühe. Einer der Gewinner der Vorbereitung war sicher der vom FC Bayern II zurückgekehrte Woo-yeong Jeong.

Die Trainer

Hier könnten die Unterschiede kaum größer sein. Während Stuttgarts Matarazzo seine Cheftrainer-Premiere im Oberhaus feiert, sitzt bei Freiburg mit Routinier Streich der dienstälteste Coach der Liga auf der Bank. Als "faszinierend" bezeichnete Matarazzo Streichs Arbeit und Auftreten vor dem ersten Aufeinandertreffen. In Stuttgart konnte der 55-Jährige mit den SC-Profis, für die er seit Dezember 2011 als Chefcoach verantwortlich ist, aber noch nie gewinnen.

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