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Bernd Gaiser tritt mit sofortiger Wirkung aus dem Präsidium des VfB Stuttgart 1893 e.V. sowie dem Aufsichtsrat der VfB Stuttgart 1893 AG zurück. Das gab der Bundesligist am Mittwoch bekannt.

Nach Rainer Mutschler hat nun auch Bernd Gaiser seinen Rücktritt aus dem Präsidium des VfB Stuttgart bekanntgegeben. In einer Pressemitteilung des Vereins wird Gaiser mit den Worten zitiert, dass eine "konstruktive Zusammenarbeit im Präsidium" nicht möglich sei. Grund dafür seien unter anderem unüberbrückbare Differenzen mit Präsident Claus Vogt: "Die Werte von Claus Vogt entsprechen nicht meinen Werten", sagt Gaiser laut Pressemitteilung.

Am Montag hatte der zweite Vizepräsident Rainer Mutschler sein Mandat niedergelegt, sodass das VfB-Präsidium nur noch aus Päsident Claus Vogt und eben Bernd Gaiser bestand. Zusätzlich zieht sich Gaiser von seiner Funktion als Aufsichtsratsmitglied der AG zurück, die in seinen Augen mit der "Präsidiumsrolle verknüpft" sei.

Gaiser: "Keinerlei Zusammenhang mit der Datenaffäre"

Gaiser nimmt in der Vereinsmitteilung auch auf die Datenaffäre beim VfB Stuttgart Bezug. Sein Rücktritt von seinen Ämtern habe damit jedoch nichts zu tun, so Gaiser. "Diese Entscheidung steht in keinerlei Zusammenhang mit der Datenaffäre. Ich habe die Untersuchung zu den im Kicker vom 28. September 2020 gemachten Vorwürfen weder beeinträchtigt, noch verzögert, noch war ich in irgendeiner Form in diese Vorgänge eingebunden. Dies wurde auch im Zuge der juristischen Bewertung des Esecon-Schlussberichts bestätigt." Somit bleibt Vogt vorerst als einziges Präsidiumsmitglied übrig.

Präsidium laut Satzung nicht mehr beschlussfähig

Laut Paragraph 16 der Vereinssatzung des VfB Stuttgart ist das Präsidium "beschlussfähig, wenn mindestens zwei seiner Mitglieder an der Beschlussfassung mitwirken". Dies ist nach dem Rückzug sowohl von Bernd Gaiser als auch von Rainer Mutschler nicht mehr gegeben.

Zudem legt die Satzung fest: "Scheidet der Präsident oder das neben dem Präsidenten einzige Präsidiumsmitglied vorzeitig aus dem Amt, ist unverzüglich eine Mitgliederversammlung zum Zwecke der Neubesetzung für die verbleibende Amtszeit des Ausgeschiedenen einzuberufen. In diesem Fall ist der Vereinsbeirat berechtigt, interimsweise einen Nachfolger für den Ausgeschiedenen bis zur Wahl eines Nachfolgers zu bestellen. Scheidet eines von zwei weiteren Präsidiumsmitgliedern vorzeitig aus, so findet eine Nachwahl für die verbleibende Dauer der Amtszeit des Ausgeschiedenen auf der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung statt."

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