Pellegrino Matarazzo (Foto: imago images, picture alliance / Pressefoto Rudel | Robin Rudel)

Fußball | Bundesliga

Matarazzo zu VfB-Machtkampf: "Fühle mich keiner Seite verpflichtet"

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Während des Machtkampfes beim VfB Stuttgart will sich Trainer Pellegrino Matarazzo nicht auf eine Seite schlagen. Thema bei der Mannschaft sei es nicht - da liegt der Fokus auf dem Spiel gegen Freiburg.

Trainer Pellegrino Matarazzo will sich im Machtkampf des VfB Stuttgart nicht auf eine Seite schlagen. "Ich fühle mich aktuell nicht verpflichtet, weil es nicht mein Verantwortungsbereich ist", sagte der 43-Jährige am Freitag auf die Frage, ob er sich einer Seite verpflichtet fühle. "Ich fühle mich auch nicht alleine gelassen, denn ich habe sicherlich den einen oder anderen Ansprechpartner, mit dem ich mich austausche über dieses Thema."

Thomas Hitzlsperger, der Vorstandsvorsitzende des schwäbischen Fußball-Bundesligisten, hatte Claus Vogt scharf kritisiert und will ihn als Präsidenten ablösen. Inzwischen steht aber der frühere Nationalspieler in der Kritik. Der Vereinsbeirat des VfB sucht für das Präsidentenamt zudem weitere Kandidaten.

An die Mannschaft käme der Führungsstreit nicht nahe heran, sagte Matarazzo. "Ich agiere als Filter, was das angeht. Ich spreche es nie an. Ich habe es ein-, zweimal angesprochen, wo es Thema war, dass es nicht unser Thema ist." Er höre aus der Mannschaft dazu auch nichts.

VfB Stuttgart mit Kapitän Castro in Freiburg

Für das Spiel des VfB Stuttgart am Samstag (15:30 Uhr) beim SC Freiburg hat Matarazzo Kapitän Gonzalo Castro eine Einsatzgarantie gegeben. "Gonzalo Castro wird am Samstag wieder auf dem Platz stehen. Ich gehe davon aus, dass ihm die Pause gut getan hat», sagte der Coach am Freitag. Am Mittwoch beim 0:3 in Bielefeld hatte Matarazzo auf den Routinier verzichtet und dafür Philipp Förster aufgeboten.

Abgesehen von den Langzeitverletzten hat der schwäbische Fußball-Bundesligist vor dem Landesderby keine Verletzungsprobleme. Die beiden Topscorer Nicolas Gonzalez und Silas Wamangituka sind zudem nach ihrer Gelbsperre wieder spielberechtigt. "Es war nicht einfach zu verdauen unsere Niederlage gegen Bielefeld. Wie schnell wir diese Niederlage abhaken, ist auch eine Charakterfrage", sagte Matarazzo: "Freiburg ist sicherlich mit breiter Brust unterwegs." Der Sport-Club hat von den vergangenen neun Bundesliga-Spielen nur eins verloren. Die Stuttgarter dagegen haben von den vorangegangenen sechs Partien nur eine gewonnen.

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