Claus Vogt (Präsident VfB Stuttgart (Foto: imago images, imago images / Sportfoto Rudel)

Fussball | Bundesliga

Vogt reagiert: Scharfe Kritik an Hitzlsperger

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Im Machtkampf beim VfB Stuttgart hat sich Präsident und Aufsichtsratschef Claus Vogt am Donnerstag mit deutlichen Worten gegen den Angriff von Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger gewehrt.

Mit einer öffentlichen Stellungnahme ist Claus Vogt nach den Angriffen von Sportvorstand Thomas Hitzlsperger selbst in die Offensive gegangen.

"Ich, nein wir, alle hatten es sicherlich nicht für möglich gehalten, dass sich ein Vorstandsmitglied eines Clubs gegenüber seinem Aufsichtsratsvorsitzenden öffentlich derart im Ton vergreift."

Er sei gestern in einer Art öffentlich angegriffen worden (und die Öffentlichkeit sei mit zum Teil unwahren Behauptungen konfrontiert worden), dies könne er so nicht stehen lassen. Hitzlsperger bringe mit seinem Vorstoß "auch das Vertrauen, das alle Mitglieder seit einem Jahr wieder zum VfB haben, zum Einsturz".

Ich habe als Präsident Euch Mitgliedern und Anhängern des VfB Stuttgart Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz versprochen. Aus diesen Gründen muss ich mich jetzt rechtfertigen und Verschiedenes klarstellen. ⚪🔴 #VfB #vomICHzumWIR https://t.co/faLFlC8vbh

Hitzlsperger tritt gegen Vogt bei Präsidentenwahl an

Mit einer eigenen Kandidatur für den Präsidentenposten will Hitzlsperger Vogt bei der Mitgliederversammlung am 18. März 2021 aus dem Amt drängen.

In einem offenen Brief hatte der Ex-Nationalspieler am Mittwoch seine Gründe dafür erläutert und Vogt scharf kritisiert. Der 38-Jährige wirft Vogt unter anderem massive Fehler im Umgang mit der Datenaffäre vor, in deren Zuge Mitarbeiter des Clubs vor einigen Jahren Mitgliederdaten an Dritte weitergegeben haben sollen. Vogt hatte eine externe Kanzlei mit der Aufklärung beauftragt, was laut Hitzlsperger zu "ausufernden Kosten" geführt habe.

Claus Vogt sieht das anders. Seiner Meinung nach wehrt sich der Club gegen die Aufklärung. "Mehrfach wurde in den zurückliegenden Wochen versucht, die Arbeit der Kanzlei Esecon zu torpedieren", schreibt der 51-Jährige. "Man kann zu dem Eindruck kommen, dass es im und um den VfB Menschen/Personen gibt, die diese Aufklärung nicht wollen."

Vogt: Interna bleiben intern. Eigentlich

Auch die "Kampfkandidatur" Hitzlspergers thematisiert Vogt. Diese sei ihm seit zwei Wochen bekannt: "Aber habe ich darüber jemals gesprochen? NEIN. Denn das sind Interna und die bleiben intern. Zumindest bei mir." Darüber hinaus verteidigte er seine Rolle als Aufsichtsratsvorsitzender, es sei seine "Pflicht, im Interesse und Auftrag der Mitglieder zu beaufsichtigen."

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