Der VfB Stuttgart hat am siebten Spieltag 1:3 gegen Eintracht Frankfurt verloren (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | Bundesliga

Kriselnder VfB Stuttgart steht vor "arbeitsintensiven Tagen"

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js, dpa

Unruhe abseits des Rasens und anhaltende Ergebniskrise: Der VfB Stuttgart schafft es nach einer ereignisreichen Woche nicht, mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause zu gehen.

Unterschiedlicher hätten die Verabschiedungen von VfB Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat und Markus Krösche von Eintracht Frankfurt nicht laufen können. Während der Sportvorstand der Hessen die Stuttgarter Arena an seinem 42. Geburtstag mit einem Kuchen und drei Punkten im Gepäck verließ, schulterte Mislintat lediglich seinen Rucksack. Punkte gab es für ihn und den VfB nach dem 1:3 mal wieder nicht zu bejubeln.

Der Absturz auf den vorübergehenden 16. Platz in der Tabelle der Bundesliga, die anhaltende Sieglos-Serie und gleich drei Gegentore nach ruhenden Bällen sorgten beim VfB für Ernüchterung vor der bevorstehenden Länderspielpause. Die Niederlage gegen die Eintracht war das inzwischen siebte Spiel ohne Dreier für den VfB, der noch nie so lange in seiner Klub-Historie auf einen Sieg zu Saisonbeginn warten musste.

Zagadou im Anflug

Auf die sportliche Talfahrt werden die Schwaben wohl mit der Verpflichtung des zuletzt vereinslosen Dan-Axel Zagadou reagieren. Der 23 Jahre alte Innenverteidiger, der bis Juni bei Borussia Dortmund unter Vertrag stand, soll einen langfristigen Vertrag erhalten. "Wir sind sehr weit in den Verhandlungen", sagte Sportdirektor Sven Mislintat im Gespräch mit SWR Sport. "Es geht jetzt noch um den Medizincheck und dann müssen es die Gremien absegnen. Wenn alles klappt, haben wir dann einen richtig guten Spieler. Er ist ein Zocker und eine coole Persönlichkeit."

Mislintat: "Das bringt uns unter Druck"

Helfen könnte Zagadou allemal, denn der Befreiungsschlag gegen Frankfurt blieb aus. "Das gibt uns natürlich ein blödes Gefühl und bringt uns auch unter Druck", sagte Mislintat.

Der Kaderplaner war vor der Partie ins Blickfeld geraten. Verantwortlich dafür waren Personalentscheidungen des Vorstandsvorsitzenden Alexander Wehrle, der am vergangenen Montag seine neuen Berater, die beiden Ex-Weltmeister Sami Khedira und Philipp Lahm, vorgestellt hatte. Auch der frühere VfB-Kapitän Christian Gentner soll als Leiter der Lizenzspielerabteilung ab Januar die sportliche Kompetenz erweitern.

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Mislintats eigene Zukunft ist dagegen weiter offen. Auch wurde mit ihm nicht über die Einbindung der drei ehemaligen VfB-Profis gesprochen. Inzwischen seien die Irritationen über die aus Mislintats Sicht schlechte Kommunikation, "mit der ich nicht einverstanden war", ausgeräumt, berichtete der 49-Jährige. Sein Vertrag ist noch bis Sommer 2023 gültig.

Fokus aufs Sportliche

"Es täte dem VfB Stuttgart gut, wenn wir uns auf Fußball und Ergebnisse konzentrieren würden", sagte Mislintat. Dass die Spieler von der Unruhe im Umfeld abgelenkt waren, glaubt er nicht. Auch bestreitet Mislintat, dass dem VfB eine unruhige Länderspielpause bevorstehe. Stattdessen prophezeit er "gute und arbeitsintensive" Tage.

Ansetzen könnten die Stuttgarter unter anderem beim Verteidigen von Standardsituationen. Früh ging der Champions-League-Teilnehmer durch Sebastian Rode (6. Minute) in Führung, weil Florian Müller einen Freistoß von Daichi Kamada nur nach vorne abwehren konnte. Nach der Pause hatte Konstantinos Mavropanos nach einem harten Einsteigen gegen Ansgar Knauff zunächst Glück, dass er nur die Gelbe Karte sah. Bestraft wurden er und die Gastgeber dennoch. Kamada (55.) verwandelte den folgenden Freistoß. Waldemar Anton hatte noch abgefälscht.

Der VfB wehrte sich. Und nach dem Anschlusstreffer von Tiago Tomás (79.) kam bei der Mehrheit der 47 500 Zuschauer auch noch einmal Hoffnung auf, doch Kristijan Jakic stellte neun Minuten später nach einem Eckball von Kamada den alten Abstand wieder her.

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