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Er hat den Sprung geschafft: Von einem Zweitliga-Torwart zu einer starken Nummer eins in der Bundesliga. Die Entwicklung von Gregor Kobel beim VfB Stuttgart ist beeindruckend, aber noch nicht zu Ende.

Die Zahlen zum Saisonstart sprechen für Gregor Kobel. Mehr Paraden als Manuel Neuer, weniger Gegentore als der Bayern-Keeper. Der Schweizer ist in der Bundesliga angekommen. Aber dafür investiert Gregor Kobel auch eine ganze Menge. Im Sommer, als sich etliche Profikollegen ausschließlich erholten, schuftete Gregor Kobel auf Mykonos. Sein Urlaubspartner war dabei unter anderem ein Boxsack. Aufgrund dieser Extra-Einheiten bezeichnet ihn VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo als "enormen Athleten, der ehrgeizig ist".

Freundschaft trotz Konkurrenzkampf

Gregor Kobel ist ein guter Rückhalt für den Aufsteiger. Der 1,93 Meter große Torhüter strahlt Ruhe aus, ist präsent und reaktionsschnell. "Greg strahlt Souveränität aus und hält wichtige Bälle", attestiert ihm Matarazzo. Den Konkurrenzkampf mit seinem Herausforderer, Fabian Bredlow, hat Kobel in der Vorbereitung für sich entschieden. Beide Keeper haben ein sehr enges Verhältnis zueinander, auch ihre Freundinnen verstehen sich gut. Freundschaftliche Verbundenheit trotz Konkurrenzkampf, eher selten im knallharten Profigeschäft.

Kobel freut sich auf den Herbst

Mit sieben Jahren war für Gregor Kobel klar, er möchte Torwart werden. Eher untypisch für einen kleinen Jungen. Mit 16 Jahren kam es zum großen Schritt aus seiner Geburtsstadt Zürich nach Hoffenheim. Für die TSG gab er auch vor zwei Jahren sein Bundesliga-Debüt als Vertreter von Oliver Baumann. Kobel war für Baumann schon damals "sehr weit für sein Alter".

Unter Trainer Matarazzo Konkurrenzkampf gegen Bredlow gewonnen

Vergangene Saison noch von der TSG Hoffenheim nach Stuttgart ausgeliehen, hat ihn der VfB Stuttgart für rund vier Millionen Euro fest verpflichtet. Doch in der vergangenen Saison war längst nicht klar, dass Kobel dauerhaft das Tor des VfB Stuttgart hüten wird. Nach einer Oberschenkelprellung gegen Ende der Hinrunde, rotierte Fabian Bredlow für den Schweizer ins VfB Tor - und blieb dort auch, als Kobel wieder fit war. Drei Spiele war Bredlow unter Ex-Coach Tim Walter die neue Nummer eins. Erst als Pellegrino Matarazzo das Traineramt bei den Stuttgartern übernahm, hütete Kobel wieder den Kasten.

Seine Leidenschaft und sein Ehrgeiz haben den heute 22-Jährigen zum Stammtorhüter beim VfB Stuttgart gemacht. Auf dem Platz könnte für ihn jetzt übrigens eine ganz besonders gute Zeit kommen. Denn Gregor Kobel mag Regenspiele mehr als Hitzeduelle.

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