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Mit einem Sieg gegen Hamburger SV hätte der VfB Stuttgart den direkten Wiederaufstieg in der eigenen Hand. Dafür müssen sich die Schwaben jedoch zunächst aus ihrer Krise befreien.

Brisanz ist auch ohne eine erstligareife Kulisse garantiert. Auch wenn niemand etwas von einer Entscheidung im Aufstiegs-Endspurt wissen will, wird das Duell zwischen dem VfB Stuttgart und dem Hamburger SV am Donnerstag (20.30 Uhr) doch richtungsweisenden Charakter haben. Die Zweitliga-Prominenz zittert um die ersehnte Bundesliga-Rückkehr. Die nächste Niederlage könnte für einen der Top-Favoriten nach dem enttäuschenden Re-Start am Ende eine zu viel sein. Insbesondere die Gastgeber stehen unter Druck. "Da geht es um alles", verdeutlichte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo.

Mit Blick auf die Stuttgarter nehmen die Zweifel an der Aufstiegsreife nach dem verpatzten Neustart nach der Coronavirus-Pause zu. Mit den Niederlagen in Wiesbaden und Kiel rutschte der VfB in die Krise. Eine Parallele zum Hinspiel. Damals ging die Sache jedoch schief: Statt der Auferstehung setzte es eine empfindliche 2:6-Klatsche gegen die Hanseaten, die den Stuttgartern richtig wehtat.

Hitzlsperger nimmt die Spieler in die Pflicht

Trainer Matarazzo hat seine Profis daher in die Pflicht genommen. "Die Basis ist der Zusammenhalt der Mannschaft. Wenn das stimmt, werden wir uns auch mit unserer Qualität durchsetzen können", sagte der Coach der Schwaben am Mittwoch. "Wir gehen das Spiel mit einem brutalen Optimismus an und extrem viel Feuer. Wir haben die Möglichkeit die letzten vier Spieltage wiedergutzumachen."

VfB-Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger bereits nach der Niederlage die Richtung vor: "Wir brauchen jetzt Punkte. Wir brauchen kein schönes Spiel, wir brauchen keine gute Trainingseinheit. Wir brauchen Punkte."

Neuer Vertrag für Pellegrino Matarazzo

Dass seine vorzeitige Vertragsverlängerung den Druck auf seine seit vier Partien sieglose Mannschaft erhöhe, wehrte der 42-Jährige ab. "Ich glaube weniger, dass es ein Zeichen an die Mannschaft sein soll." Es sei stattdessen eine Bestätigung für den bisherigen Weg.

Einen Tag vor dem Auftritt gegen den HSV gaben die Schwaben überraschend die Vertragsverlängerung mit dem Trainer bekannt. Den Spielern habe er dies zuvor nicht kommuniziert, sagte Matarazzo. "Es ist nicht ausschlaggebend für unsere Zusammenarbeit. Sie haben es sicher auch medial erfahren."

Stuttgart gegen den HSV unter Druck

Im Topspiel der 2. Bundesliga steht der VfB Stuttgart als Tabellendritter unter Druck. Die Schwaben haben einen Zähler Rückstand auf den HSV auf dem direkten Aufstiegsrang. Die Mittelfeldspieler Daniel Didavi (Gelb-Rot) und Atakan Karazor (fünfte gelbe Karte) fallen gesperrt aus.

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