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Gonzalo Castros Last-Minute-Treffer gegen den Hamburger SV bescherte dem VfB Stuttgart einen wichtigen Sieg im Aufstiegsrennen. Und es war nicht die einzige gute Nachricht für die Schwaben.

Die Emotionen sind für VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo das Schönste an einem solchen Comeback wie beim 3:2 (0:2) gegen den Hamburger SV. "Zum Schluss ist es ein Gefühl, das einen ein Leben lang begleiten wird", sagte der 42-Jährige nach der gelungenen Aufholjagd gegen die Hanseaten. Auch ohne Zuschauer war der Jubel bei den Stuttgartern nach dem Siegtreffer von Gonzalo Castro in der Nachspielzeit ausgelassen, den Empfehlungen des Hygiene-Konzepts entsprachen die Stuttgarter im Moment des Glücks nicht.

"Natürlich glaubt man an den Lucky Punch zum Schluss. Es ist uns tatsächlich gelungen. Das freut mich sehr, dass er in so einem Spiel gelungen ist, das so wichtig ist tabellenmäßig und für die Psychologie", sagte Matarazzo: "Das tut uns gut."

VfB-Trainer beweist goldenes Händchen

Nach den zwei Niederlagen zum Neustart der 2. Fußball-Bundesliga hatte der VfB im Topspiel am Donnerstagabend eine schwache erste Halbzeit abgeliefert, mit 0:2 zurückgelegen, dann aber eine eindrucksvolle Reaktion nach der Pause gezeigt. "Wir haben eine taktische Umstellung gemacht. (...) Wir haben nichts mehr zu verlieren gehabt, wollten noch mal alles geben, einen Versuch starten, das Spiel noch zu gewinnen. Das ist uns gelungen", sagte Matarazzo, der den Siegtorschützen Castro erst in der 82. Minute eingewechselt hatte. "Offensichtlich war das entscheidend, wenn er das Siegtor trifft. Er hat taktisch auch sofort verstanden, was seine Aufgabe ist und hat sie umgesetzt", freute sich der Coach.

Kalajdzics VfB-Debüt nach Kreuzbandriss

In der 78. Minute gab es eine weitere gute Nachricht für den VfB Stuttgart: Nach monatelanger Verletzungspause wurde Sasa Kalajdzic für Hamadi Al Ghaddioui eingewechselt. Der österreichische Stürmer war im vergangenen Sommer zum VfB gekommen und hatte monatelang wegen eines Kreuzbandrisses gefehlt. Es war sein Debüt für die Schwaben mit einem emotionalen Finale.

Durch den Sieg rückten die Schwaben wieder vor den Hamburger SV auf den direkten Aufstiegsrang und haben zwei Punkte mehr. Bis Sonntag können Matarazzo und seine Jungs den Sieg genießen. Dann muss der VfB Stuttgart gegen Dynamo Dresden ob der emotionale Sieg gegen den HSV der große Schritt aus der Krise und in Richtung Aufstieg war.

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