VfB-Legende Karlheinz Förster (Foto: IMAGO, Imago)

Fußball | VfB Stuttgart

Darum versteht VfB-Legende Karlheinz Förster den Endo-Wechsel

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AUTOR/IN
Kersten Eichhorn

Seit Freitag ist es fix: Stuttgarts Kapitän Wataru Endo wechselt zum FC Liverpool. SWR Sport hat mit VfB-Ehrenspielführer Karlheinz Förster über den viel diskutierten Transfer gesprochen.

SWR Sport: Karlheinz Förster, wie überrascht waren Sie, als Sie vom bevorstehenden Wechsel von Wataru Endo zum FC Liverpool erfahren haben?

Karlheinz Förster: Ich war schon etwas überrascht, weil von Endo im Zusammenhang mit einem möglichen Wechsel die ganze Zeit keiner gesprochen hat. Er ist natürlich ein ganz, ganz wichtiger, ein extrem wichtiger Spieler für den VfB Stuttgart. Generell sind ja Spieler aus Asien sehr diszipliniert, innerhalb und außerhalb des Spielfeldes, das gilt auch für Endo. Er hat immer seine Leistung gebracht und sich nie aus der Ruhe bringen lassen.

SWR Sport: Also hätte der VfB den Wechsel verhindern sollen?

Wenn man böse wäre, könnte man den Wechsel kritisieren. Aber wäre es künftig noch der gleiche Endo, wenn man es ihm verboten hätte? Mit 30 Jahren noch der Wechsel zu Jürgen Klopps FC Liverpool in die Premier League, diese Chance kann man ihm nicht verwehren, nicht verbieten. Es ist ein großer Schritt für Endo, aber verübeln kann man ihm den Wechsel nicht, ich kann Endo verstehen. Er ist ein Spieler, der sich in jeder Mannschaft einfügen kann. Man darf auch nicht vergessen, dass die Ablösesumme Stuttgart gut tut. Von daher: überhaupt kein Vorwurf an den VfB.

SWR Sport: Wie schwer wird es jetzt für den VfB, Endo zu ersetzen?

Generell ist es unglücklich, wenn ein Leistungsträger wie Endo kurz vor dem Bundesligastart noch wechselt. Das gilt auch für Konstantinos Mavropanos, falls er auch noch weggeht. Aus dem bestehenden Kader kann man Wataru Endo meiner Meinung nach nicht ersetzen. Sein Weggang ist ein Schlag, eine sportliche Schwächung Jetzt wird es also die Aufgabe von Sportdirektor Fabian Wohlgemuth sein, für entsprechenden Ersatz auf dem Transfermarkt zu sorgen. Aber auch das wird schwierig zu diesem Zeitpunkt.

SWR Sport: Würde ein Mavropanos-Wechsel ähnlich weh tun?

Konstantinos Mavropanos ist sicherlich ein guter Spieler, aber er ist nicht ganz so stark wie andere. Offensiv ist er richtig gut für einen Verteidiger. Er hat aber defensiv seine Schwächen gehabt, vor allem bei wendigen Stürmern.

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Kersten Eichhorn