Verteidiger Waldemar Anton könnte dem VfB Stuttgart auch am Sonntag gegen Hertha BSC fehlen (Foto: imago images, Avanti)

Fußball | Bundesliga

VfB Stuttgart bangt vor dem Hertha-Spiel um Karazor und Anton

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Der VfB Stuttgart muss weiter auf die "volle Kapelle" warten. Denn vor dem Spiel gegen Hertha BSC haben zwei Stammkräfte mit Verletzungen zu kämpfen.

Die personelle Lage beim VfB Stuttgart verschärft sich vor dem Heimspiel gegen den Tabellen-Nachbarn Hertha BSC. Neben einigen länger verletzten Profis drohen für die Partie am Sonntag (15.30 Uhr live im Audiostream auf Sportschau.de) auch die Defensivspieler Atakan Karazor und Waldemar Anton auszufallen, die beim jüngsten 2:1-Sieg gegen den FSV Mainz 05 noch über die komplette Spielzeit auf dem Platz gestanden hatten. Karazor habe mit einer offenen Wunde inklusive Bluterguss, Anton mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen, sagte Trainer Pellegrino Matarazzo am Freitag. Der Einsatz der beiden sei fraglich und werde sich kurzfristig entscheiden.

Zwei Rückkehrer und ein alter Bekannter

Immerhin könnten Verteidiger Marc Oliver Kempf nach überstandenen Oberschenkel-Problemen und Offensivspieler Daniel Didavi (Erkältung) wieder Optionen werden. Auch der langzeitverletzte Enzo Millot ist inzwischen wieder ins Training eingestiegen. Dafür fehlen neben einigen Langzeitverletzten auch Ersatztorwart Fabian Bredlow wegen muskulärer Probleme und Mittelfeldspieler Chris Führich, der positiv auf Corona getestet wurde.

Gegen Hertha BSC trifft der VfB Stuttgart auf einen alten Bekannten: Berlins neuer Chefcoach Tayfun Korkut, der Pál Dárdai unter der Woche abgelöst hat, hat von Januar bis Oktober 2018 den VfB Stuttgart trainiert. Nach vier sieglosen Spielen in Serie soll der gebürtige Stuttgarter die Hertha nun zum Klassenerhalt führen.

Keine Zuschauer wegen Corona

Allerdings muss der VfB Stuttgart gegen Hertha vor fast leeren Rängen austragen. Die Landesregierung Baden-Württemberg plant wegen der bedrohlichen Corona-Lage drastische Zuschauer-Einschränkungen, die von diesem Samstag an in Kraft treten sollen. Demnach sind vorerst nur noch 750 Besucher bei Fußballspielen zugelassen. Für die Proficlubs im Land bedeutet dies faktisch eine Rückkehr zu Geisterspielen.

"Die Situation stellt uns ebenso wie den gesamten organisierten Sport vor fast unlösbare Herausforderungen", sagte Stuttgarts Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger am Freitag. "Aber wir sind Sportler. Deshalb kämpfen wir weiter, sowohl auf dem Platz als auch darum, dass wir mit unseren bewährten Infektionsschutzkonzepten unter 2G-Bedingungen baldmöglichst unsere Fans zurück ins Stadion bekommen."

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