Silas Wamangituka sprintet dem Ball hinterher (Foto: Imago, imago images / Pressefoto Baumann)

Fußball | Bundesliga

Silas Wamangituka - Topscorer und Tempomacher beim VfB Stuttgart

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Nach einer durchwachsenen Premieren-Saison in der 2. Bundesliga hat sich Silas Wamangituka beim VfB enorm entwickelt. Inzwischen ist der 21-Jährige eine feste Größe beim Aufsteiger.

Schnell, schneller, Silas Wamangituka. Woche für Woche flitzt der Kongolese an seinen Gegenspielern vorbei. Er ist das Gesicht des Stuttgarter Höhenflugs und mittlerweile kaum mehr aus der Mannschaft von Pellegrino Matarazzo wegzudenken. Doch das war nicht immer so. Sein Start in der 2. Bundesliga war eher durchwachsen.

Von der Seine an den Neckar

Für eine Ablösesumme von rund acht Millionen kam der Stürmer im Sommer 2019 vom Paris FC zum damaligen Zweitligisten VfB. Der bis dato teuerste Transfer in der knapp 47-jährigen Geschichte der 2. Fußball-Bundesliga. Nach seinen ersten Spielen für die Schwaben schien die bezahlte Rekordsumme für viele allerdings ungerechtfertigt: Silas verzettelte sich häufig, fiel durch Dribbling-Fehler und Unkonzentriertheiten auf. "Als ich gekommen bin, habe ich es nicht so gut geschafft, mich im Spielfeld zu positionieren", sagt er im Gespräch mit SWR Sport. "Es ist schwierig, zu stürmen und zu verteidigen. Jedes Mal musste ich hart arbeiten und Fortschritte machen."

Sicher ist: Fortschritte hat Silas Wamangituka gemacht, enorme sogar. Inzwischen ist er es gewohnt, "gleichzeitig zu verteidigen und anzugreifen." Silas, wie er sich selbst nennt, beweist regelmäßig großes fußballerisches Potential und ist kaum noch wegzudenken aus der Startelf des VfB.

Rennt er noch oder fliegt er schon?

Bei Silas kann man sich da manchmal nicht sicher sein. Sprints von gut 35 km/h machen den jungen Kongolesen zu einem der schnellsten Spieler der laufenden Bundesliga-Saison. Da kommen auch seine Gegner oft nicht mehr mit, was sich auch in seiner Torquote widerspiegelt: Sieben Treffer in 13 Bundesliga-Partien, sechs davon auswärts, dazu 3 Assists. Das kann sich sehen lassen. Mehr Tore hat er in der ganzen vergangenen Zweitligasaison nicht erzielt. "Das ist darauf zurückzuführen, dass ich hart arbeite", zeigt sich der 21-Jährige zufrieden.

Geheimrezept Topstürmer

Sein Können und seine Schnelligkeit hat Silas bereits vielfach unter Beweis gestellt. Doch was braucht es noch, um als Torjäger erfolgreich zu sein? "Man braucht ein großes Selbstbewusstsein. Und das habe ich auch", ist er überzeugt.

Wamangituka ist angekommen in Stuttgart, fühlt sich "super aufgenommen in der Mannschaft und der Stadt". Gemeinsam mit Offensivspielern, wie dem argentinischen Nationalspieler Nicolas González und dem Österreicher Sasa Kalajdzic, geht er auf Torejagd. Auch mit seinem Mannschaftskollegen Orel Mangala versteht er sich gut. Der Mittelfeldspieler beschreibt Silas als "sehr ruhigen, aber auch sehr witzigen Typ". Definitiv keine schlechten Voraussetzungen für ein gutes Mannschaftsklima.

Pokalspiel gegen die Nachbarn aus Freiburg

Ob das heute auch zu einem Sieg gegen den SC Freiburg verhelfen wird? Das wird sich zeigen. Bereits zum fünften Mal in der DFB-Pokal- Historie kommt es am Abend zum schwäbisch-badischen Nachbarsschaftsduell. Anpfiff im Zweitrundenspiel ist um 20.45 Uhr.

Im Bundesligaduell im September waren die Schwaben den Freiburgern knapp mit 2:3 unterlegen. Was die Zuschauer beim Pokalspiel erwarten wird? Silas hofft, an den Erfolg der letzten Wochen anknüpfen zu können. "Wir hatten auch gegen Freiburg schon hart gekämpft und trotzdem verloren. Jetzt liegt es an uns, darauf zu antworten."

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