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Der VfB Stuttgart überrascht mit seiner jungen Mannschaft und erfrischendem Fußball die Bundesliga. Die aktuellen Erfolge haben auch den Marktwert des Teams und einzelner Spieler kräftig nach oben getrieben.

Sven Mislintat kann sich momentan genüsslich zurücklehnen und die Situation genießen: "Wir sind schon extrem attraktiv gerade", so der Sportdirektor des VfB Stuttgart Anfang der Woche. Mit der 4:1-Auswärts-Gala in Augsburg haben sich die neuen "Jungen Wilden" eindrücklich präsentiert. Klar, dass damit auch die Gelüste der finanzstarken Konkurrenz nicht geringer werden, das eine oder andere Schmuckstück aus dem VfB-Kader abzuwerben. "Dass da Spieler dabei sind, die vielleicht Fußball-Europa interessiert, damit leben wir gerne", so Mislintat vor einigen Tagen gegenüber SWR Sport.

Ganz vorne im Stuttgarter Schaufenster steht Stürmer Nicolas Gonzalez. Der Marktwert des 22-jährigen Argentiniers wird vom Online-Portal transfermarkt.de aktuell mit 16 Millionen Euro gehandelt. Auf dem Winter-Transfermarkt soll der Angreifer bei einigen europäischen Top-Klubs wie Tottenham Hotspur und Juventus Turin auf der Wunschliste stehen.

Die Rangliste der wertvollsten VfB-Spieler

Knapp hinter Hochkaräter Gonzalez sind derzeit VfB Mittelfeldspieler Orel Mangala (14 Millionen) und Außenbahn-Sprinter und 8-fach-Torschütze Silas Wamangituka (10 Millionen) als wertvollste VfB-Profis ausgestellt. Transfermarkt-Juwelen sind laut transfermarkt.de aber auch der japanische Abräumer Wataru Endo und, zum jetzigen Zeitpunkt eher überraschend, der seit längerem verletzte Erik Thommy (jeweils 6 Millionen, letzte Bewertung von Thommy allerdings im Juli 2020), sowie Torhüter Gregor Kobel und Abwehr-Chef Waldemar Anton (je 5,5 Millionen). Auch der österreichische Stürmer Sasa Kalajdzic (4,5 Millionen), Innenverteidiger Marc Oliver Kempf (4 Millionen) und Linksverteidiger Borna Sosa (3 Millionen Euro Marktwert) liegen im oberen Fach.

Auffallend sind auch die stetigen Wertsteigerungen bei den ganz jungen VfB-Angreifern. Die Top-Talente Mateo Klimowicz (2,5 Millionen), Tanguy Coulibaly (2 Millionen) oder Roberto Massimo (1,8 Millionen Euro) funkeln inzwischen regelmäßig auch in den Bundesliga-Stadien. Insgesamt besitzt der 33-köpfige VfB-Kader momentan einen Marktwert von mehr als 103 Millionen Euro (Platz 14 in der Bundesliga), Tendenz kräftig steigend.

Nicolas Gonzalez (VfB Stuttgart) (Foto: Imago, Imago)
Nicolas Gonzalez (VfB Stuttgart) Imago Imago

Nicolas Gonzalez und seine starke Vorrunde

Den größten Marktwert-Sprung unter den VfB-Profis machte in der laufenden Saison Nicolas Gonzalez (5 Saisontore). Der Nationalspieler wechselte vor zweieinhalb Jahren für 8,5 Millionen Euro von den Argentinos Juniors zum VfB Stuttgart und hat seinen lange Zeit eher stagnierenden Marktwert seit dem Bundesliga-Wiederaufstieg im Juli dank toller Tore und Taten verdoppelt (16 Millionen). Noch im Sommer hatte Gonzalez seinen Wechselwunsch öffentlich hinterlegt, dann aber doch im November seinen Vertrag bei den Schwaben vorzeitig bis 2024 verlängert.

Orel Mangala hat seinen Wert versiebenfacht

Noch aufsehenerregender ist allerdings die Gesamtentwicklung von Orel Mangala. Der Belgier kam im Sommer 2017 für knapp zwei Millionen Euro aus Anderlecht nach Stuttgart. Vor und nach seiner zwischenzeitlichen Leihe zum HSV stürmte Mangala in den dreieinhalb Jahren als VfB-Spieler geradezu die "Hitliste" und versiebenfachte (!) laut transfermarkt.de seither seinen Wert auf 14 Millionen Euro. In Anbetracht von Alter (22) und fußballerischem Können ist damit, ähnlich wie bei Gonzalez (ebenfalls erst 22 Jahre) oder Wamangituka (21), längst noch nicht das Ende der Wertsteigerung.

Bayern-Kader am teuersten

Über den wertvollsten Kader verfügt wenig überraschend Dauermeister Bayern München mit aktuell 891 Millionen Euro, dort besitzt jeder Spieler im Schnitt einen Transfer-Wert von rund 30 Millionen Euro! Hinter den Bayern folgen Borussia Dortmund (615) und RB Leipzig (552 Millionen Euro). Im Mittelfeld der Tabelle liegen Hoffenheim (238) und Freiburg (109 Millionen). Mainz steht mit 89 Millionen auf Platz 16.

Die aktuell teuersten Spieler sind übrigens die beiden Dortmunder Jadon Sancho und Erling Haaland (je 100 Millionen), gefolgt von den Bayern Serge Gnabry (90) und Joshua Kimmich (85 Millionen Euro).

Man darf gespannt sein, in welche Edelstein-Kategorie die VfB-Juwele Gonzalez, Mangala oder Wamangituka demnächst noch stürmen. Gut zu wissen für "Diamantenauge" Sven Mislintat, dass die Jungs Langzeit-Verträge besitzen: "Wenn Real Madrid kommt, wird's halt schwer", sagte Mislintat am Montag über mögliche Avancen für seine Youngster. "Aber dann ist es okay. Das ist Teil des Weges."

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