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Pascal Stenzel ist gekommen, um zu spielen. Vor mittlerweile 14 Monaten hat er den SC Freiburg verlassen, weil er unter Christian Streich nicht mehr zum Zug kam.

Der ruhige Ostwestfale hat sich selbst degradiert, vom Bundesligisten zum Zweitligisten, weil er mehr Spielanteile haben wollte. Sein Plan ist aufgegangen. In der Aufstiegssaison des VfB hat er die meisten Ballkontakte aller Zweitligaspieler. Knapp 94% seiner Pässe kommen an. Platz sechs in dieser Statistik. "Mister zuverlässig", der aber meist unter dem Aufmerksamkeits-Radar arbeitet.

Einer der liefert

Fußballerisch groß geworden ist er im Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Dortmund. Einer seiner besten Kumpel von damals ist Hendrik Brauer, der sagt auch heute noch: "Ein Trainer kann sich auf ihn verlassen. Er weiß immer genau auf den Punkt, ich stelle Pascal auf und bekomme immer das, was ich brauche." So sieht das jetzt auch Pellegrino Matarazzo, wenn er vom 24-jährigen erzählt: "Es ist schon so, dass Pascal seine Zuverlässigkeit auszeichnet. Du bekommst immer eine Mindestleistung."

Der ehemalige Junioren-Nationalspieler sieht seine Stärken in der Offensive: "Das aktiv sein, das Nach-Vorne-Verteidigen liegt mir mehr." Dass sich der VfB das auch auf die Taktiktafel geschrieben hat, hat seinen endgültigen Wechsel nach Stuttgart im Anschluss an das Leigeschäft mit dem SC Freiburg, höchstwahrscheinlich beschleunigt.

Auf der rechten Seite hat er mit Roberto Massimo einen starken Konkurrenten, doch der erst 20-Jährige hat noch zu viele Schwankungen in seinen Auftritten. Ganz anders als Pascal Stenzel. Pellegrino Matarazzo analysiert in so: "Pascal hat einen sehr guten Spielaufbau, einen sehr guten rechten Fuß. Taktisch ist er sehr klug, versteht die Sachen sehr schnell und setzt alles auch einwandfrei um."

Der Vernünftige

Bei seinem ersten Fernsehauftritt im Studio von "SWR Sport" hat er selbst über sich gesagt: "Ich bin schon eher der Vernünftige, der auf das große Ganze schaut."

Ansonsten rede er eher ungern über sich selbst, hat er noch dazu gesagt. Das machen andere gerne. Sein Jugendfreund Hendrik Brauer zum Beispiel. Auf die ruhige, sachliche Art des Führungsspielers angesprochen, der mittlerweile 34 Spiele für den VfB bestritten hat, sagt er: "Wenn er bei einem Verein wie dem VfB Stuttgart so eine Rolle spielt, spricht das absolut für ihn."

In Stuttgart wissen sie: Wo Pascal Stenzel draufsteht, ist auch Pascal Stenzel drin. Mehr gibt es nicht, aber auch definitiv nie weniger.

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