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Pierre-Enric Steiger will seinen Hut als Kandidat für das Amt des Präsidenten beim VfB Stuttgart in den Ring werfen. Doch der Kandidatur muss der Verein zuerst zustimmen.

Ende Januar hatte der amtierende VfB-Präsident Claus Vogt die Mitgliederversammlung und die damit verbundene Wahl für das Präsidentenschaftsamt verschoben. Die Entscheidung war unter anderem ein Resultat der öffentlichen Auseinandersetzung mit VfB-Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger und der ausstehenden Aufklärung der Datenaffäre.

Der Präsident für die kommenden vier Jahre wird daher bei der anstehenden Mitgliederversammlung am 18. Juli gewählt. Um sich für die Wahl aufstellen zu lassen, müssen die Bewerber ihre Unterlagen bis zum 19. April beim zuständigen Vereinsbeirat einreichen. Dieser bestimmt anschließend die Kandidaten-Auswahl.

Das Rennen um einen freien Platz

Das Ziel des Beirats ist es, möglichst zwei geeignete Kandidaten präsentieren zu können, wobei einer der beiden Plätze bereits an den amtierenden Präsidenten Claus Vogt vergeben ist. Für die Gegenkandidatur will sich neben Steiger auch der Unternehmer Volker Zeh aufstellen lassen.

Die Bewerbung setzt laut Satzung des VfB Stuttgart 1893 e.V. unter anderem eine mindestens zehnjährige Erfahrung in einer Führungsposition in wirtschaftlichen Angelegenheiten oder in einer vergleichbaren Führungsposition im aktiven Leistungssport voraus. Außerdem muss der Kandidat Mitglied im Verein sein und eine Unterstützerliste mit 50 Unterschriften von volljährigen VfB-Mitgliedern vorlegen.

Zwar hat Steiger seine Bewerbungsunterlagen noch nicht offiziell eingereicht, doch laut einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" sammelt er derzeit die 50 Unterschriften. Zusätzlich soll er für die Kandidatur bereits ein Team zusammengestellt haben. Unter anderem mit dem Reutlinger Unternehmer Markus Scheurer, der für einen Sitz im Präsidium kandidieren will.

Wer ist Pierre-Enric Steiger?

Pierre-Enric Steiger ist gelernter Bankkaufmann und seit 2010 Präsident der "Björn Steiger Stiftung e.V", in der er zuvor lange Jahre als Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender tätig war. Vor Steigers Geburt gründeten seine Eltern die Stiftung, nachdem sein damals achtjährige Bruder Björn Steiger nach einem Autounfall an einem Schock starb. Der Junge hätte gerettet werden können, wenn der Krankenwagen schneller eingetroffen wäre. Die Stiftung ist durch die Ausstattung der Straßen mit Notrufsäulen und die Einführung der Notrufnummern bundesweit bekannt.

Vor der Präsidentschaft in der Stiftung arbeitete der 49-Jährige unter anderem als Projektleiter in einem Technologieunternehmen, später noch erfolgreich in der Werbe- und Versicherungsbranche. Seit einigen Jahren fokussiert er sich allerdings umfänglich auf die Arbeit in der Stiftung. Zudem arbeitet er ehrenamtlich für den Sprecherausschuss des Deutschen Telekom Dialogs sowie als Vorstand des deutschen Verkehrssicherheitsrats.

Seit 2019 ist Steiger Mitglied im "VfB-Freundeskreis", einem Verein, dem sich fußballbegeisterte und einflussreiche Persönlichkeiten aus der Region anschließen können. Im Fokus steht dabei insbesondere die Förderung der Jugendarbeit des VfB.

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