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Dem VfB Stuttgart ist die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga trotz einer fulminanten Schlussoffensive misslungen. 482 Tage nach dem Abstieg in der Relegation gegen Union Berlin verloren die Schwaben vor eigenem Publikum das baden-württembergische Derby gegen den SC Freiburg mit 2:3 (0:2).

Der Aufsteiger aus Stuttgart spielte dabei gefällig mit, agierte aber vor allem in der Abwehr erschreckend ungeschickt gegen clevere Gäste. Nils Petersen (7.) sowie die starken Roland Sallai (26.) und Vincenzo Grifo (48.) trafen für Freiburg, das die reifere Mannschaft stellte und Stuttgarts naive Abwehr immer wieder entblößte.

Der Aufsteiger hatte selbst beste Chancen, kam aber erst in der Schlussphase durch Sasa Kalajdzic (71.) und Silas Wamangituka (81.) zu Treffern. Zuvor ließen die Schwaben bei besten Chancen die Kaltschnäuzigkeit vermissen und hatte zudem Glück, dass weitere Freiburger Treffer von Jeong Wooyeong (29.) und Petersen (50.) wegen Abseits aberkannt wurden. "Wir wollten offensiv ausgerichtet sein. Was uns geholfen hat, waren die ersten zwei Tore zu der Zeit, da konnten wir vieles kontrollieren", sagte Freiburg-Trainer Christian Streich.

Ungeordnete und unaufmerksame Stuttgarter Defensive

Vor 7.123 sorgfältig verteilten und lautstarken Zuschauern begann das erste Spiel der Saison denkbar schlecht für den VfB: Nach ein wenig Klein-Klein auf der rechten Seite flankte Sallai auf den völlig freistehenden Petersen, der nickte aus gut sieben Metern locker ein. Es war nicht das erste Problem der Stuttgarter Abwehr, die mit zunehmender Spieldauer große Abstimmungsprobleme offenbarte.

VfB rennt weiter an

Der Aufsteiger ließ sich durch den Rückschlag zunächst nicht aus der Ruhe bringen und hätte beinahe den Ausgleich durch Wamangituka erzielt: Doch dessen Schuss bremste Torhüter Florian Müller noch so stark ab, dass Dominique Heintz den Ball von der Linie schlagen konnte (15.). Schon kurze Zeit später stellte sich der VfB erneut ungeschickt an: Sallai konnte nach einem Freistoß von Grifo, einer Hacken-Verlängerung von Petersen und einer Glanzparade von VfB-Torhüter Gregor Kobel mühelos einschieben. Grifo selbst raubte dem Aufsteiger kurz nach der Pause die Hoffnung auf eine Wende - die der VfB dennoch unverdrossen zu erzwingen suchte - und beinahe noch geschafft hätte.

Doch letztlich blieb es bei der Auftakt-Niederlage für den VfB Stuttgart. "Es tut immer weh, zu verlieren", ärgerte sich VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo. "Natürlich stimmt es mich positiv, dass wir viele Chancen herausspielen konnten, aber wenn man ein Tor weniger schießt als der Gegner, ist man immer ein bisschen frustriert. Man hat heute wieder gesehen, was wir können, nicht nur, was wir nicht können. "

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