Der Wechsel von Serhou Guirassy vom VfB Stuttgart zum BVB galt eigentlich nur noch als Formsache. Doch bei einer Routine-Untersuchung gibt es Komplikationen.

Angreifer aus Dortmund abgereist

Nach Medizincheck: Guirassy-Transfer vom VfB zum BVB wird Hängepartie

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Autor/in
Michael Richmann

Das hatte sich alle Beteiligten anders vorgestellt. Während seine vermeintlich neuen Dortmunder Kollegen am Donnerstag ins Teamtraining einsteigen, kehrt Serhou Guirassy zurück nach Stuttgart.

Der geplante Wechsel von Serhou Guirassy zu Borussia Dortmund bleibt vorerst eine Hängepartie. Nach Informationen der dpa ist eine weitere medizinische Untersuchung des 28 Jahre alten bisherigen Angreifers des VfB Stuttgart erst Anfang der kommenden Wochen geplant.

Wie Videoaufnahmen der "Ruhr Nachrichten" zeigen, machte sich Guirassy einen Tag nach seinem nicht bestandenen Gesundheitscheck vom Dortmunder Flughafen aus auf den Weg zurück nach Stuttgart. Nähere Angaben über die Schwere seiner Verletzung machte der Bundesligist nicht. 

Weil der 18 Millionen Euro teure Profi am Mittwoch durch den Medizincheck gefallen war, wurde der bereits vorliegende Vierjahresvertrag vorerst nicht unterzeichnet. Dem Vernehmen nach soll sich Guirassy bei einem Länderspiel für Guinea Anfang Juni eine Verletzung zugezogen haben, die laut BVB einer "weiteren medizinischen Abklärung" bedarf. Laut Informationen der "Bild"-Zeitung gehen die Verantwortlichen von einer Zwangspause von einem bis drei Monate aus.

Guirassy war im September 2022 zum VfB Stuttgart gewechselt und trug mit elf Toren in seiner ersten Saison maßgeblich zum Klassenerhalt der Schwaben bei. In der vergangenen Saison schoss Guirassy die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß mit 28 Treffen sogar in die Champions League. Damit avancierte der Nationalspieler von Guinea zu einem der besten Angreifer der Bundesliga.

Bekommt der VfB Stuttgart ein veritables Sturm-Problem?

Guirassys Abgang reißt beim VfB Stuttgart eine große Lücke. Weil auch die Zukunft von Sturm-Partner Deniz Undav noch nicht geklärt ist und der ehemalige Werder-Stürmer Nick Woltemade laut Trainer Sebastian Hoeneß in erster Linie als Perspektivspieler geholt wurde, haben die Schwaben aktuell keinen Stürmer von Champions-League-Format im Kader.

Der VfB will Undav, der auf Leih-Basis von Brighton & Hove Albion an den Neckar kam, gerne weiterverpflichten und arbeitet Gerüchten zufolge an einem Transfer von 15-Tore-Mann Ermedin Demirović vom FC Augsburg.

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Michael Richmann