VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic will Stuttgart unbedingt verlassen (Foto: IMAGO, Pressefoto Baumann)

Fußball | Meinung

Riskantes Wechsel-Spiel: Kommt VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic noch zum Abschluss?

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AUTOR/IN
Detlev Lindner

Die Bundesligapartie und das Abschlusstraining verpasste Sasa Kalajdzic auf eigenen Wunsch. Der VfB Stuttgart holte ohne ihn einen Punkt beim 1. FC Köln. Das Wechseltheater fängt an, Fans und Verantwortliche zu nerven. Wer ist Schuld? SWR-Sportredakteur Detlev Lindner mit einer Einordnung.

Wenn Sasa Kalajdzic aus freien Stücken nicht spielen möchte, dann geht es in seinem Kopf vermutlich wild her. Er muss aber aufpassen, dass die Fans des VfB Stuttgart bei solchen eigenwilligen Aktionen des 25-Jährigen nicht noch wilder werden, wenn Sie den Namen Kalajdzic hören. Denn es ist ja nicht ausgeschlossen, dass der Goalgetter in Stuttgart bleibt, möglicherweise sogar bald seinen auslaufenden Vertrag verlängert. Das ist gerade jetzt nur ganz schwer vorstellbar.

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Warum das alles?

Ich kann mir vorstellen, dass Sasa Kalajdzic sich extrem unwohl fühlt. Er hat sich zwischen alle Stühle gesetzt. Bayern, Dortmund und einige andere Klubs mehr hatten wohl Interesse. Jetzt sind offenbar nur die Wolverhampton Wanderers von der Insel übrig geblieben. Bestimmt nicht die erste Adresse in Europa.

Das scheint dem langen Mittelstürmer egal zu sein. Hauptsache weg aus Stuttgart. Mir scheint es so, als habe der Mann mit dem VfB komplett abgeschlossen. Der Wechsel soll jetzt über das Knie gebrochen werden. Kalajdzic und sein Berater können nur hoffen, dass sich beide Klubs über die Ablösesumme noch einigen. Ansonsten wird es nach dem geschlossenen Transferfenster am 1. September ungemütlich für den Abwanderungswilligen.

Wer ist Schuld?

Natürlich ist Sasa Kalajdzic verantwortlich für diese - für alle Seiten unangenehme -Situation. Absicht unterstelle ich ihm nicht. Aber er hat es verpasst, rechtzeitig für Klarheit zu sorgen. Philipp Hofmann, der ehemalige KSC-Offensive, war zu Beginn der letzten Saison in einer ähnlichen Lage, fühlte sich auf Grund eines Wechselwunsches nicht in der Lage zu spielen. KSC-Trainer Christian Eichner hatte in der Spielzeit ein Haufen Arbeit, das Ansehen Hofmanns bei seinen Mitspielern wieder einigermaßen herzustellen.

Ich hoffe daher für Sasa Kalajdzic, dass er den VfB Stuttgart verlässt. Ob das gut für ihn ist, ist eine ganz andere Frage. Bleibt er, wird es erst einmal richtig wild.

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Detlev Lindner

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