Naouirou Ahamada sitzt rittlings auf der Werbebande und schaut mit offenem Mund in Richtung Himmel. Verteidiger Waldemar Anton (rechts) feiert mit dem 20-jährigen Franzosen den Treffer zum 2:1 des VfB Stuttgart bei der TSG Hoffenheim. (Foto: IMAGO, IMAGO / Pressefoto Baumann)

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Zu viel gefeiert: VfB Stuttgart wird für Ahamadas Übermut bestraft

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SID, mbro

Gelb-Rot wegen Jubelns? Naouirou Ahamada hat das Kuriosum fertiggebracht und seinen VfB Stuttgart bei der TSG Hoffenheim personell geschwächt.

In der Kabine muss Naouirou Ahamada wie ein Häufchen Elend gesessen haben. Nach der kuriosen Gelb-Roten Karte für den französischen Mittelfeldspieler in der 78. Minute kassierte der VfB Stuttgart am Dienstagabend in der Bundesliga noch den Ausgleich zum 2:2 bei der TSG Hoffenheim.

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Labbadia spendet Mitleid, Wohlgemuth mit wenig Nachsicht

Die zweite Verwarnung hatte der 20-Jährige wegen unsportlichen Verhaltens kassiert, weil er beim Jubel nach dem Führungstreffer durch Kapitän Wataru Endo auf eine Treppe vor dem Gästeblock gestiegen war und mit den VfB-Fans gefeiert hatte. Schließlich hatte er das Tor vorbereitet. 

"Die Regel gibt es, deshalb ist Gelb-Rot korrekt. Er ist ein junger Spieler, das war eine Unaufmerksamkeit von ihm", sagte Sportdirektor Fabian Wohlgemuth mit milder Nachsicht. Trainer Bruno Labbadia hatte den Grund für Ahamadas Platzverweis "gar nicht wahrgenommen" und musste sich erst mal vom Vierten Offiziellen aufklären lassen.

Einen Vorwurf wollte Labbadia dem Spieler nicht machen, er hatte eher Mitleid: "Wir haben es mit einem sehr jungen Menschen zu tun: Wenn man ihn in der Kabine gesehen hat, wie er am Boden war... Fehler gehören dazu." Zumal der unbedarfte Unglücksrabe seine erste Gelbe Karte wegen Meckerns gesehen hatte.   

Hoffenheim nutzte Stuttgarts Unterzahl

Die TSG nutzte die Überzahl gegen den Landesrivalen und kam in der vierten Minute der Nachspielzeit noch zum Ausgleich durch den zweiten Treffer des kroatischen WM-Dritten Andrej Kramaric. "Es ist sehr bitter. Mit der Roten Karte kippt das Spiel ein wenig. Wenn wir die nicht bekommen, denke ich, dass wir als Sieger vom Platz gehen", sagte der eingewechselte VfB-Profi Chris Führich im Interview. Auch Teamkollege Waldemar Anton fand ähnliche Worte: "Wenn es am Ende entscheidet, dann ist es super ärgerlich", sagt der Verteidiger nach der Partie.

Florian Müller beklagt fehlenden Big Point

Zwischendurch hatte Serhou Guirassy den Ausgleich für die abstiegsbedrohten Stuttgarter erzielt.  Auch Torwart Florian Müller konnte es nicht fassen, dass es doch nichts mehr wurde mit dem ersten Auswärtserfolg der Schwaben seit mehr als einem Jahr. Zumal der VfB dann nach Punkten mit Hoffenheim gleich gezogen hätte. "Das wäre heute ein absoluter Big Point gewesen. Wir haben gekämpft, es ist brutal bitter und nervt extrem", klagte er.

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