Sven Mislintat fordert vom VfB Stuttgart Klarheit in puncto Vertragsverlängerung.  (Foto: IMAGO, IMAGO / Eibner)

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Meinung: Der VfB Stuttgart muss mehr Schwaben wagen

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Sportdirektor Sven Mislintat verlässt den VfB Stuttgart. Auch wenn er sich bei vielen Fans große Sympathie erarbeitet hat. Dennoch könnte der Abgang auch Chancen bieten, meint SWR Sport-Redakteur Alf Spatscheck.

Alexander Wehrle ist Schwabe durch und durch. Daran haben auch seine Jahre an der Kölner Karnevalsfront nichts geändert. Vor diesem Hintergrund ist die Vertragsauflösung von Sportdirektor Sven Mislintat zu sehen. Es scheint, als sei dem Schwaben Wehrle der Schwaben-Verein VfB Stuttgart zu unschwäbisch geworden. Es wird nun auch nicht mehr lange dauern und man wird erleben, wie die beiden Schwaben Sami Khedira und Christian Gentner in bedeutende Positionen gehoben werden. Sportvorstand, Sportdirektor - da ist vieles möglich. Vorbild für Wehrle könnte der FC Bayern sein, der seit vielen Jahren Figuren aus den eigenen Reihen in die Führungsetage hievt.

Wo ist die Identität des VfB Stuttgart?

Und tatsächlich: Ein Kern Wahrheit scheint vorhanden. Sven Mislintat hat sicher viel bewegt beim VfB Stuttgart. Nach dreieinhalb Jahren muss man aber auch feststellen, dass momentan ein Kader vorhanden ist, ohne jegliche Identifikationsfiguren - und schwäbische schon gleich gar keine. Oder was würden Sie auf die Frage antworten: Welches Trikot kauft der geneigte VfB-Fan derzeit in Mengen? Da muss man schon ganz schön lange nachdenken und findet immer noch keine Antwort. Auch Nachwuchsspieler aus der eigenen, immer noch erfolgreichen Jugend, die es in der Mislintat-Ära in die Stammformation des VfB Stuttgart geschafft haben, sucht man vergeblich.

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Fußball | Meinung Wo ist die Identität des VfB Stuttgart?

Der VfB Stuttgart steht schon wieder im Tabellenkeller der Bundesliga, der dritte Abstieg in sieben Jahren droht. Sind die Schwaben mittlerweile nur noch eine graue Maus und ein Fahrstuhlteam? Ja, meint SWR Sport-Redakteur Thomas Bareiß, weil aktuell kaum ersichtlich ist, wofür der VfB eigentlich steht.

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Wehrle will den VfB Stuttgart schwäbischer machen

Mehr Schwaben wagen - das scheint mir die Zielrichtung des VfB-Vorstandsvorsitzenden Alexander Wehrle zu sein. Natürlich, und das weiß er selbst am besten, setzt er sich damit einem gewaltigen Druck aus. Zunächst muss er zügig einen geeigneten Mislintat-Nachfolger finden. Und voraussichtlich einen neuen Trainer gleich dazu. Und er selbst wird als Allererster am Erfolg dieser Maßnahme gemessen. Sollte das schiefgehen, kann es sein, dass sich die Zahl der schwäbischen Führungsfiguren beim VfB Stuttgart schnell wieder verändert.

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Der VfB Stuttgart trennt sich mit sofortiger Wirkung von Sportdirektor Sven Mislintat. In den sozialen Medien wird die Entscheidung hitzig diskutiert.

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