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Der VfB Stuttgart hat den jüngsten Kader der Bundesliga. Zehn Punkte aus den ersten sieben Spielen eine ordentliche Bilanz. Die Erwartungen der Fans steigen Spieltag für Spieltag.

Immer häufiger ist jetzt schon von den neuen "jungen Wilden" zu hören und zu lesen. Der Begriff "Junge Wilde" bezog sich ursprünglich auf eine Gruppe junger Physiker aus den 1920er und -30er Jahren, die sich mit neuen Denkweisen für ihre Bemühungen um die Quantenmechanik verdient machte. So kompliziert ist es im Fußball nicht. Zu Beginn der 2000er wurden aus den Stuttgarter Nachwuchsprofis Alexander Hleb, Kevin Kuranyi, Andreas Hinkel, Philipp Lahm sowie Torhüter Timo Hildebrand die Jungen Wilden. Unter Trainer Felix Magath spielten sie unbeschwert auf und in der Tabelle oben mit. Der Höhepunkt, der Sieg in der Champions League gegen Manchester United im Oktober 2003.

Soweit ist das aktuelle Team noch lange nicht. Andreas Hinkel, damals Rechtsverteidiger und heute Co-Trainer bei Spartak Moskau hält einen Vergleich der Generationen für schwierig. "Die jungen Wilden von damals kamen größtenteils aus der eigenen Jugend. Sind über die Amateure zu den Profis gekommen. Das hat die Atmosphäre und die Verbindung zu den Fans so besonders und einzigartig gemacht". Die Jungen Wilden 2.0 heißen heute Lilian Egloff, Tanguy Coulibaly, Mateo Klimowicz oder Nicolas Gonzales. Eine ganz andere Generation Spieler. VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo will und kann die beiden Teams gar nicht miteinander vergleichen.

"Man kann nie ein Meisterwerk duplizieren. Wichtig ist, dass man einen Kader hat und einen Fußball spielt, mit dem sich die Fans und das Umfeld identifizieren können. Aber ich habe Verständnis dafür, dass man Parallelen zur erfolgreichen Vergangenheit ziehen möchte." Wie wild die jungen VfB-Profis tatsächlich sind wird sich die nächsten Wochen zeigen. Der Klassenerhalt ist das vorrangige Ziel. Das Erreichen der Champions League wie 2003 wäre schon mehr als nur wild.

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