STAND
AUTOR/IN

Auch beim VfB Stuttgart ruht noch immer das Mannschaftstraining. Die Profis um Mario Gomez halten sich individuell fit und beschäftigen sich daneben auch mit Dingen, die sonst zu kurz kommen.

Normalerweise ist der Tagesplan eines Fußball-Profis während der Saison streng auf seinen Sport ausgerichtet: Trainingseinheiten, Pflichtspiele, Freundschaftspartien, Reha-Maßnahmen. Da bleibt daheim im häuslichen Bereich so einiges liegen. Das ist auch im Hause Gomez so.

Keller ausmisten im Hause Gomez

Jetzt allerdings ist alles anders. Die Fußballpause während der Corona-Krise bietet allerbeste Gelegenheit, Versäumtes nachzuholen. "Im Moment sind wir dabei, die Schränke und den Keller auszumisten", verrät VfB-Torjäger Mario Gomez auf vfb.de, der Homepage seines Vereins, "es hält sich zum Glück in Grenzen, weil ich bei jedem Umzug etwas aussortiert habe".

Keine sozialen Kontakte beim VfB-Torjäger

Stuttgart, München, Florenz, Istanbul, Stuttgart. Mario Gomez hat die vergangenen Jahre einige Möbelwagen bestellt, viele neue Städte und Kulturen, Vereine und Menschen kennengelernt. Die derzeitige Situation aber lässt ihn auch etwas ernüchtert zurück: "Es ist für uns alle keine einfache Situation. Wir sind damit großgeworden, jederzeit unsere Freunde und Familie treffen zu können". Trotzdem hält sich Mario Gomez mit seiner Familie konsequent an die öffentlichen Vorgaben und vermeidet soziale Kontakte. In den vergangenen Tagen habe er niemanden getroffen, weder Freunde noch andere Familienangehörige: "Wir wollen dazu beitragen, das sich die Verbreitung des Virus verlangsamt". Auch wenn es "krass ist, den engen Kontakt zur Familie nicht zu haben und die Eltern und Großeltern nicht zu sehen". Zum Glück, so Gomez, gäbe es die modernen Kommunikationsmedien wie Facetime.

Basketballeinheiten mit dem kleinen Sohn

Mario Gomez probiert wie viele andere auch, das Positive aus der ungewohnten Lebenssituation zu ziehen: "Wir versuchen, die Zeit zu dritt zu genießen", so der Stürmer auf der VfB-Homepage, "ich hatte natürlich noch nie so viel Zeit mit meinem Sohn zu Hause. Er ist in einem Alter, in dem er viele neue Dinge lernt. Es ist ein tolles Gefühl, das alles jetzt so intensiv und hautnah mitzuerleben. Wir haben ihm einen Basketballkorb aufgebaut und spielen jetzt Basketball, er wirft super – auch wenn es noch nicht so richtig klappt mit dem Korb".

Der Hund als Trainingspartner

Auch der Hund der Familie Gomez kommt nicht zu kurz, vielmehr wird der Vierbeiner zum wichtigen Trainingspartner: "„Ich kann die Einheiten gut in meinem Tagesablauf integrieren, da ich ohnehin zweimal am Tag mit meinem Hund draußen bin. So wird meistens der Morgenspaziergang zur Laufeinheit umfunktioniert. Am Dienstag standen Intervallläufe auf dem Programm, das fand mein Hund eher weniger lustig", erzählt Gomez lachend. Trotzdem fehlt einiges: "Allgemein das Spiel! Und Fußball zu spielen ist eine ganz andere Belastung als im Wald zu laufen".

Mannschaftstraining ist für Gomez nicht zu ersetzen

Also wartet Mario Gomez weiter auf das unverzichtbare Mannschaftstraining: "Man braucht andere Muskelgruppen und kann das deshalb kaum imitieren. Beim individuellen Training fehlen die fußballspezifischen Übungen wie zum Beispiel die Zweikämpfe. Deshalb fühlt es sich im Moment ein bisschen so an wie eine zweite Winterpause, in der man versucht, sich im Ausdauerbereich fit zu halten", so der 34-Jährige.

Und so bleibt im Moment, neben dem Fußball und dem Zusammentreffen mit Freunden und Familie, das einzige, was Mario Gomez vermisst: "Einfach wieder das ganz normale Leben zu leben".

STAND
AUTOR/IN