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Am 1. Juni 2017 wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beim VfB Stuttgart die Ausgliederung der Profiabteilung beschlossen. Gäbe es eigentlich einen Weg zurück?

Es war der 1. Juni 2017. Der VfB Stuttgart hatte mit der Zweitliga-Meisterschaft gerade den Wiederaufstieg in die Bundesliga perfekt gemacht. Dem sportlichen Erfolg sollte der nächste wichtige Schritt in der Geschichte folgen.

84,2 Prozent pro Ausgliederung

Die Ausgliederung galt bei den Befürwortern als unabdingbarer Schritt im Wettbewerb, um sich sportlich und strukturell weiter zu entwickeln. 84,2 Prozent - oder 7664 der 9099 Stimmen - waren pro Ausgliederung. Deutlicher als gedacht, hätten damals doch nicht wenige mehr als nur 15,8 Prozent Nein-Stimmen erwartet. "Ich bin stolz und dankbar für das, was sich hier abspielt", sagt der damalige Präsident Wolfgang Dietrich, in bedeutsam gewähltem Rahmen. Die rund 14.000 der damals 55.000 anwesenden Mitglieder saßen größtenteils auf der Hauptribüne, Dietrich feierte vor ihnen auf der Bühne, auf dem Rasen.

Rolle rückwärts: Ginge das überhaupt?

Statt von den Vorzügen der Ausgliederung zu reden, hat die Datenaffäre große Schatten auf die Entscheidung von damals geworfen. Ist die AG möglicherweise für den Verein mehr Fluch als der damals versprochene Segen? Reine Spekulation. Nach SWR-Recherchen wäre rein rechtlich vieles denkbar: So könnten die Lizenzspielerabteilung und vor allem die Bundesliga-Lizenzen, also der wichtigste Vermögenswert, aus einer AG grundsätzlich auch wieder in einen e.V. zurückgeführt werden. Wenn das die beiden Rechtsträger - also e.V. und AG- denn überhaupt wollen würden.

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