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Das 1:1 beim FC Schalke 04 hinterließ beim VfB Stuttgart gemischte Gefühle: Zufrieden mit dem Punkt aber es wäre mehr drin gewesen. Doch im Spiel nach vorne fehlte die Effizienz.

Pellegrino Matarazzo hatte nach dem dem 1:1 beim FC Schalke 04 gemischte Gefühle: Einerseits hat der VfB Stuttgart gut gespielt, einen Punkt geholt und den Konkurrenten im Abstiegskampf auf Distanz gehalten. Andererseits haben die Schwaben fast die komplette zweite Halbzeit dominiert und trotzdem nicht gewonnen. "Wir haben viele Angriffe gefahren. Vielleicht hat oft der letzte Pass oder die Präzision gefehlt, um noch mehr Großchancen zu kreieren. Aber das war schon eine sehr gute zweite Halbzeit", sagte der VfB-Trainer.

Kapitän Gonzalo Castro nannte das Stuttgarter Angriffsspiel "sehr wild manchmal". Er wünschte sich angesichts der vielen jungen Spieler um ihn herum noch etwas mehr Geduld: "In meiner Generation waren es zwei/drei Junge, jetzt sind es 12 oder 14. Die können nicht jede Entscheidung perfekt treffen oder die Erfahrung haben, was nun der richtige Pass ist. Das ist ganz normal."

Didavi 90 Minuten auf der Bank

Daniel Didavi wäre einer für mehr Ruhe und Struktur im Stuttgarter Offensivspiel gewesen. Doch auf ihn hatte Trainer Matarazzo freiwillig verzichtet: "Weil wir mehr Tiefe wollten, haben wir mit einer Raute gespielt." An Didavis Stelle sollte der 20-jährige Matteo Klimowicz mit seiner Geschwindigkeit Lücken in die Schalker Abwehr reißen. "Es war eine taktische Entscheidung", erklärte Matarazzo, "eine Entscheidung für Klimowicz und nicht gegen Didavi."

Klimowicz gab sich hinterher selbstkritisch: "Wir haben vielleicht nicht immer die richtige Entscheidung getroffen und unsere Torchancen nicht genutzt." Doch nach nun neun Punkten aus den ersten sechs Spielen, kann der Argentinier gelassen auf seine Leistung blicken: "So ist Fußball. Und beim nächsten Mal gehen die vielleicht alle rein."

Castro lobt "junge wilde Truppe"

Kapitän Castro wirkte angesichts des spielerischen Potenzials der jungen Mannschaft ebenfalls optimistisch: "Das ist eine junge wilde Truppe, die bis zum Schluss immer weiter Gas geben will. Es ist schön zu sehen, dass sie den gleichen Weg gehen wollen, wie der Trainer und wie wir älteren und dass sie immer dazu lernen wollen. Das macht es sehr leicht für uns, mit ihnen zu arbeiten."

Er geht davon aus, dass Tanguy Coulibaly (19), Sasa Kalajdzic (23), Orel Mangala (22) und Co im Laufe der Saison die nötige Ruhe entwickeln werden: "Das werden wir weiter trainieren", meint Castro, der gemeinsam mit Wataru Endo der einzige Ü25-Spieler in der Stuttgarter Startelf war. "Aber das Gute ist, dass wir sehr viele Aktionen im letzten Drittel haben. Das hatten wir letzte Saison in der zweiten Liga nicht; aber das haben wir diese Saison in der ersten Liga."

Castro will nicht träumen

Der VfB Stuttgart hat sich erstmal in der oberen Tabellenhäfte festgesetzt. Euphorie hält Gonzalo Castro jedoch für unangebracht: "Jetzt irgendwelche Träumereien anzufangen, wäre Schwachsinn", meint der 33-Jährige. "Wir müssen jetzt erst einmal sehen, dass wir unsere Punkte zusammenbekommen, um nicht abzusteigen." Bis zur Winterpause spielt der VfB Stuttgart nur nochmal zweimal gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Die übrigen Gegner heißen heißen Eintracht Frankfurt, TSG Hoffenheim, FC Bayern München, Borussia Dortmund und RB Leipzig. Da könnte das kleine Polster noch sehr nützlich werden.

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