Der Vorrunde hat sich der VfB Stuttgart sicherlich anders vorgestellt. (Foto: IMAGO, IMAGO / Pressefoto Baumann)

Fußball | Wintercheck

Der VfB Stuttgart blickt auf eine magere Hinrunde zurück

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Jens Ottmann

Eigentlich wollte der VfB Stuttgart in der laufenden Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Doch es kam mal wieder anders. Der Wintercheck von SWR Sport.

Seit Montag ist der VfB Stuttgart auf USA-Reise. Eine Woche lang wollen sich die Schwaben von den ersten 15 Spieltagen der Fußball-Bundesliga erholen. Natürlich wird auch trainiert. Allerdings sind nicht alle an Bord: Atakan Karazor, Chris Führich und Waldemar Anton blieben am Boden.

Apropos am Boden bleiben. In der Hinrunde wurden die Stuttgarter einige Male auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Nur 14 Punkte aus 15 Spielen bedeuten Relegationsplatz 16. Dazu kein einziger Auswärtssieg. Der Verbleib in der Liga steht mal wieder auf der Kippe. 

Wie geht es auf der Trainerposition beim VfB weiter?

Dass der VfB so schlecht da steht, ist vor allem dem vermasselten Saisonstart zuzuschreiben. In den ersten neun Bundesligaspielen konnten die Schwaben keinen einzigen Sieg einfahren. Auf diesen Negativrekord reagierten die Verantwortlichen mit einem Trainerwechsel: Anfang Oktober musste Pellegrino Matarazzo seinen Stuhl räumen, auf dem sein ehemaliger Co-Trainer vorerst Platz genommen hat. Michael Wimmer hat zwar alle Heimspiele gewonnen, ist im DFB-Pokal eine Runde weiter gekommen, ob er aber jetzt den Chefsessel übernehmen darf, ist weiter unklar.

"Wir haben mit Michael ausgemacht, dass wir uns nach der USA-Reise zusammensetzen, um über seine Zukunft zu sprechen."

Vor nicht allzu langer Zeit waren noch zwei andere Trainer im Gespräch: Der Däne Jess Thorup war zuletzt in Kopenhagen tätig und der ehemalige Hoffenheim-Coach Alfred Schreuder trainiert derzeit Ajax Amsterdam. So richtig heiß scheint die Spur zu den beiden aktuell aber nicht mehr zu sein.

Mislintats Zukunft beim VfB weiter offen

Ein weiteres Problem am Neckar ist das schwierige Verhältnis zwischen Alexander Wehrle und Sven Mislintat. Nachdem der Vorstandsvorsitzende Wehrle Sportdirektor Mislintat die Verpflichtung von Sami Khedira, Philipp Lahm und Christian Gentner vorenthalten hatte, gab es erste Verstimmungen. Wehrle räumte zwar ein, es sei ein Fehler gewesen, Mislintat nicht einzuweihen, dennoch ging dabei einiges an Vertrauen verloren.

Es geht sogar soweit, dass es weiterhin fraglich ist, ob Sven Mislintat über sein Vertragsende am 30.6.2023 hinaus Sportdirektor bleibt. Aktuell kann sich der 50-Jährige durchaus vorstellen, weiter zu machen. Aber auch hier wird frühestens nach der Rückkehr aus den USA entschieden.

Ein Ausblick auf die Rückrunde

Die Klasse zu halten, wird für den Verein für Bewegungsspiele eine große Aufgabe. Das jüngste Team der Liga hat zwar eine Menge Potential, aber auch noch viele Schwächen: Gerade einmal 18 Tore erzielten die Stuttgarter in den ersten 15 Saisonspielen, nur Schalke und Bochum trafen noch seltener. Dazu die magere Ausbeute von drei Auswärtspunkten. Wenn sich die Schwaben nicht steigern und eine ähnliche Rückrunde spielen, wird sich der VfB vermutlich in der zweiten Liga wiederfinden.

Um sportlich einen Gang zuzulegen, würde etwas Klarheit in puncto offener Personalstellen sicherlich helfen. Die soll dann ja angeblich nach der USA-Reise endlich herrschen.

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Jens Ottmann

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