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Stefan Brink ist seit 2016 Landesbeauftragter für den Datenschutz in Baden-Württemberg. Der 54-Jährige untersucht die mutmaßliche Datenaffäre rund um den VfB Stuttgart. Dem Club wird vorgeworfen, zwischen 2015 und 2018 Mitgliederdaten an Dritte weitergegeben zu haben. Die SWR Sportredaktion hat mit ihm gesprochen.

Seit knapp zwei Monaten laufen die Ermittlungen in der Datenaffäre beim VfB Stuttgart. Wie weit sind diese fortgeschritten und gibt es in solchen Fällen nicht Fristen?

"Es gab eine Frist bis Jahresende wo wir gerne alles aufklären wollten. Wir haben jetzt noch ein paar Unterlagen vom VfB bekommen, schauen uns das genau an. Es wird sicher keine Endlosdrama werden. In den nächsten Wochen kommen wir zu einem Abschluss und zu einer Bewertung."

 

Der VfB hat eine externe Kanzlei in Berlin beauftragt, die Firma Esecon. Haben Sie Kontakt zu Esecon? Tauschen Sie sich aus? Und ist es üblich, dass eine weiteres Unternehmen mit der Aufklärung beauftragt wird?

"Wir haben auch Kontakt zu Esecon aber unser Ansprechpartner ist und bleibt der VfB. Der Verein wollte einen externen Dienstleister dazu holen, das ist auch völlig okay. Dann reden wir auch mit diesem Dienstleister."

 

Warum dauern die Untersuchungen so lange?

Weil wir uns mit der Aufklärung eines Sachverhalts beschäftigen. Dieser Sachverhalt liegt einige Jahre zurück. Zum Teil mögen die Sachen auch schon verjährt sein. Wenn es in den Jahren 2015/2016 Datenschutzverstöße gegeben haben sollte, dann könnten wir diese mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr ahnden. Wir kommunizieren auch mit Personen die damals in Amt und Würden waren, das macht die Sache einfacher aber so arg lange wird es auch nicht mehr dauern. Bei Ermittlungen einer Aufsichtsbehörde muss man schon damit rechnen, dass einige Monate ins Land gehen.“

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