Christian Gentner ist seit 1. Januar Leiter der Lizenzspieler des VfB Stuttgart. (Foto: IMAGO, IMAGO / Sportfoto Rudel)

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Christian Gentner mit neuer Aufgabe an alter Wirkungsstätte

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Michael Richmann
SWR Sport-Redakteur Michael Richmann (Foto: SWR, Anna Spieth)

Seit dem 1. Januar 2023 ist Christian Gentner Leiter der Lizenzspieler-Abteilung des VfB Stuttgart und kehrt damit in die Heimat zurück.

Alexander Wehrle wollte mehr Fußball-Kompetenz in der Führungsetage des VfB Stuttgart. Darum holte der Vorstandsboss im September die 2014er-Weltmeister Sami Khedira und Philipp Lahm als Berater sowie den Ex-Kapitän Christian Gentner als künftigen Leiter der Lizenzspieler-Abteilung zurück zum VfB. Was nach außen als Coup verkauft wird, sorgte nach innen für Ärger. Denn der damalige Sportdirektor Sven Mislintat und Sportorganisationschef Markus Rüdt waren in die Entscheidung offenbar nicht eingebunden.

Mislintat musste Ende November gehen. Stattdessen muss Gentner seine exakten Kompetenzen mit dem neuen Sportdirektor Fabian Wohlgemuth aushandeln. "Wir erhoffen uns von Christian eine Perspektive, die vielleicht einen anderen Einblick gibt. Er hat eine andere Ansprache zu den Spielern, er soll eine große Nähe zur Mannschaft haben und Bindeglied zwischen mir, Bruno und der Mannschaft sein", erklärte Wohlgemuth. Labbadia hofft, dass Gentner "eine Stütze" für die zahlreichen jungen Spieler wird.

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Gentner bringt Erfahrung zum VfB Stuttgart

Ein Blick in seine Vita zeigt, dass Gentner diese Rolle einnehmen kann. Mit Abstiegskampf kennt sich der 37-Jährige jedenfalls aus. Unter Labbadia hielt der Mittelfeldspieler 2011 die Klasse. 2016 und 2019 stürzte er mit dem VfB in die 2. Liga ab. Zudem weiß der zweimalige deutsche Meister (2007 mit dem VfB Stuttgart und 2009 mit dem VfL Wolfsburg) auch, was Erfolgsteams ausmacht.

Gentner bringt also Erfahrung mit, an der sich die junge Mannschaft im Abstiegskampf orientieren kann. Das theoretische Rüstzeug für die übrigen Aufgaben hat Gentner sich im 18-monatigen Zertifikatsprogramm "Management im Profifußball" von DFB und DFL geholt. Gentner sprach bei seiner Vorstellung im September von einer "großen Gelegenheit, das direkt im Anschluss an meiner aktive Karriere zu machen". So groß, dass Gentner seine Laufbahn beim FC Luzern ein halbes Jahr früher als geplant beendet. "Für einen anderen Verein hätte ich das nicht überlegt. Aber der VfB ist für mich etwas Besonderes", sagte der 37-Jährige.

Gentner ist beim VfB Stuttgart zuhause

Gentner ist ein schwäbischen Eigengewächs. In Nürtingen geboren und fußballerisch in Beuren, Kirchheim und Stuttgart ausgebildet, machte der Schwabe beim VfB Stuttgart auch seine ersten Profi-Spiele (2004 bis 2007). Nach drei Jahren beim VfL Wolfsburg zog es ihn von 2010 bis 2019 erneut zum VfB Stuttgart zurück.

Nach dem Abstieg 2019 wechselte der damalige Kapitän zu Union Berlin (2019 bis 2021). Seine Karriere ließ Gentner in Luzern ausklingen. Nach drei Startelf-Einsätzen und sieben Einwechslungen in der laufenden Super-League-Saison beendete Gentner seine aktive Karriere. Am Sonntag tritt er seine neue Stelle an alter Wirkungsstätte an.

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