Chris Führich und Deniz Undav vom VfB Stuttgart

Fußball | Nationalmannschaft

Stuttgarter Führich, Mittelstädt und Undav im vorläufigen deutschen EM-Kader

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Martin Maibücher

Mit Chris Führich, Maximilian Mittelstädt und Deniz Undav stehen bereits drei Profis vom VfB Stuttgart im vorläufigen Aufgebot von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die Heim-EM.

Wie bereits am Dienstagvormittag publik wurde, gehört Chris Führich vom VfB Stuttgart zum vorläufigen Aufgebot von Bundestrainer Julian Nagelsmann für das Heimturnier im Sommer.

Chris Führich, Deniz Undav und Pascal Groß (v. l.)
Spieler wie Antonio Rüdiger dürften gesetzt sein. Aber wen beruft Julian Nagelsmann noch in seinen DFB-Kader für die Heim-EM? Ein Überblick über die Kandidaten aus dem Südwesten. Bild in Detailansicht öffnen
Bernd Leno (FC Fulham)
Bernd Leno: Der in Bietigheim-Bissingen geborene und in der VfB-Jugend aktive Leno war in Manuel Neuers Abwesenheit zuletzt Teil des DFB-Aufgebots. Am Mittwoch dann aber wurde bekannt, dass der Torhüter seine Teilnahme an der EM wegen Schulterproblemen abgesagt hat. Kaderwahrscheinlichkeit: 0 % Bild in Detailansicht öffnen
Oliver Baumann (TSG Hoffenheim)
Oliver Baumann: Der Keeper der TSG Hoffenheim gehört seit Jahren zu den stabilsten und besten Torhütern der Bundesliga. Auch beim DFB ist er kein Unbekannter. Zuletzt war Baumann im März gegen Frankreich und die Niederlande dabei. Auf sein erstes Länderspiel aber wartet er noch. Es dürfte auf einen Dreikampf zwischen ihm, Kevin Trapp und Alexander Nübel hinauslaufen. Kaderwahrscheinlichkeit: 60 % Bild in Detailansicht öffnen
Alexander Nübel (VfB Stuttgart)
Alexander Nübel: Der Leihkeeper des VfB Stuttgart war in dieser Saison ein starker Rückhalt für das Team von Sebastian Hoeneß und dürfte in Zukunft noch das eine oder andere Spiel für die Nationalmannschaft bestreiten. Zu hören ist, dass seine Chancen auf einen Kaderplatz durch die Absage von Bernd Leno gestiegen sind. Kaderwahrscheinlichkeit: 50 % Bild in Detailansicht öffnen
Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund)
Nico Schlotterbeck: Der gebürtige Waiblinger und Ex-Freiburger spielte sich beim BVB zuletzt wieder ins Rampenlicht und überzeugte Bundestrainer Julian Nagelsmann vor allem mit seinen guten Auftritten in der Champions League. Seine Kadernominierung wurde bereits am Sonntag bekanntgegeben. Schlotterbeck wird sich hinter den Stamm-Innenverteidigern Jonathan Tah und Antonio Rüdiger einordnen. Kaderwahrscheinlichkeit: 100 % Bild in Detailansicht öffnen
Robin Koch (Eintracht Frankfurt)
Robin Koch: Der Ex-Freiburger war von Julian Nagelsmann für die Länderpspiele im März nach fast drei Jahren wieder nominiert worden. Obwohl er weder gegen Frankreich noch gegen die Niederlande auf Einsatzminuten kam, wurde am Dienstag seine Nominierung für den vorläufigen EM-Kader bekannt. Kaderwahrscheinlichkeit: 100 % Bild in Detailansicht öffnen
Maximilian Mittelstädt (VfB Stuttgart)
Maximilian Mittelstädt: Kein Spieler im DFB-Team hat einen dermaßen steilen Aufstieg hinter sich wie Maxi Mittelstädt. Der Linksverteidiger des VfB Stuttgart gab im März sein DFB-Debüt und stand gegen Frankreich und gegen die Niederlande auf Anhieb in der Startelf. Schon jetzt ist Mittelstädt nicht mehr wegzudenken aus dem Team. Er dürfte der gesetzte Linksverteidiger sein und wurde bereits am Dienstagnachmittag in den EM-Kader berufen. Kaderwahrscheinlichkeit: 100 % Bild in Detailansicht öffnen
David Raum (RB Leipzig)
David Raum: Der ehemalige Hoffenheimer hat als Backup hinter dem gesetzten und bereits nominierten Maximilian Mittelstädt seinen Platz als linker Außenverteidiger sicher. Seine Nominierung wurde am Mittwochmittag bekanntgegeben. Kaderwahrscheinlichkeit: 100 % Bild in Detailansicht öffnen
Waldemar Anton (VfB Stuttgart)
Waldemar Anton: Der VfB-Kapitän spielt eine herausragende Saison und zeigt sowohl Qualitäten im Zweikampf als auch im Spielaufbau. Er gab zuletzt gegen Frankreich sein Debüt für die Nationalmannschaft. Nach den Nominierungen von Nico Schlotterbeck und Robin Koch wäre er hinter den gesetzten Antonio Rüdiger und Jonathan Tah der fünfte Innenverteidiger. Offen ist noch, ob auch Mats Hummels mit zur EM fahren darf. Kaderwahrscheinlichkeit: 60 % Bild in Detailansicht öffnen
Thilo Kehrer: Der gebürtige Tübinger und Jugendspieler des VfB ist bei der AS Monaco absolute Stammkraft. Sein größter Pluspunkt ist seine Variabilität in der Abwehrkette. Im Fokus von Bundestrainer Nagelsmann war Kehrer zuletzt dennoch nicht. Seine Nominierung scheint wenig wahrscheinlich. Kaderwahrscheinlichkeit: 10 %
Thilo Kehrer: Der gebürtige Tübinger und Jugendspieler des VfB Stuttgart ist bei der AS Monaco Stammkraft. Sein größter Pluspunkt ist seine Variabilität in der Abwehrkette. Im Fokus von Bundestrainer Nagelsmann war Kehrer zuletzt dennoch nicht. Seine Nominierung scheint wenig wahrscheinlich. Kaderwahrscheinlichkeit: 10 % Bild in Detailansicht öffnen
Christian Günter (SC Freiburg)
Christian Günter: Der Kapitän des SC Freiburg war Teil des DFB-Teams bei der Europameisterschaft 2021 und der Weltmeisterschaft 2022. In der Zeit seines Armbruchs aber spielten sich andere Außenverteidiger in den Fokus. Eine Nominierung für den EM-Kader scheint aktuell weniger wahrscheinlich. Kaderwahrscheinlichkeit: 10 % Bild in Detailansicht öffnen
Niklas Süle (Borussia Dortmund)
Niklas Süle: Der langjährige Hoffenheimer spielt bei seinem aktuellen Verein Boussia Dortmund nur eine sehr untergeordente Rolle, ist hinter Mats Hummels und Nico Schlotterbeck nur Innenverteidiger Nummer drei. Eine Nominierung für den EM-Kader scheint ausgeschlossen. Kaderwahrscheinlichkeit: 0 % Bild in Detailansicht öffnen
Chris Führich (VfB Stuttgart)
Chris Führich: Der Flügelflitzer des VfB spielte sich mit furiosen Leistungen zuletzt zweimal in den Kader von Julian Nagelsmann. Sowohl gegen Frankreich als auch die Niederlande war er jeweils der erste Spieler, den der Bundestrainer von der Bank brachte. Diese Rolle hatte ihm Nagelsmann bereits bei der Nominierung gegeben. Folgerichtig wurde am Dienstagmorgen seine Nominierung für den EM-Kader bekanntgegeben. Kaderwahrscheinlichkeit: 100 % Bild in Detailansicht öffnen
Pascal Groß (Brighton & Hove Albion)
Pascal Groß: Der in Mannheim geborene und ehemals für Hoffenheim und den KSC aktive Mittelfeldspieler ist bei Brighton & Hove Albion in der Premier League die Verlässlichkeit in Person. Auf der Achter-Position zu Hause, war Groß zuletzt fester Bestandteil des DFB-Kaders. Folgerichtig wurde seine Nominierung für den vorläufigen EM-Kader am Mittwochmorgen bekanntgegeben. Kaderwahrscheinlichkeit: 100 % Bild in Detailansicht öffnen
Angelo Stiller (VfB Stuttgart)
Angelo Stiller: Wie eigentlich die gesamte Mannschaft des VfB Stuttgart, spielt auch Stiller eine starke Saison und war von Nagelsmann im März auch als potenzieller Kandidat für die DFB-Elf genannt worden. Das Problem: Auf Stillers zentraler Mittelfeld-Position ist die Nationalmannschaft spätestens seit der Rückkehr von Toni Kroos herausragend besetzt. Kaderwahrscheinlichkeit: 20 % Bild in Detailansicht öffnen
Jan-Niklas Beste (1. FC Heidenheim)
Jan-Niklas Beste: Der Standard- und Flankenspezialist des 1. FC Heidenheim gehörte zu einer der Überraschungen im letzten Kader von Julian Nagelsmann. Das Bittere: Er verletzte sich leicht und musste noch vor dem ersten Spiel wieder abreisen. Dass er noch einmal die Chance bekommt, wird durch die Rückkehr von Leroy Sané nicht unbedingt wahrscheinlicher. Für ihn spricht seine Variabilität. Kaderwahrscheinlichkeit: 20 % Bild in Detailansicht öffnen
Serge Gnabry (FC Bayern München)
Serge Gnabry: Der gebürtige Stuttgarter und Jugendspieler des VfB Stuttgart zog sich im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Real Madrid einen Muskelbündelriss zu. Bis zur EM wird es äußerst knapp. Selbst im Falle einer Blitzheilung dürfte Julian Nagelsmann lieber einen vollends fitten Spieler mitnehmen. Kaderwahrscheinlichkeit: 10 % Bild in Detailansicht öffnen
Anton Stach (TSG Hoffenheim)
Anton Stach: Dem ehemaligen Mainzer und aktuellen Hoffenheimer Mittelfeldspieler dürfte wie Angelo Stiller zum Verhängnis werden, dass die Zentral-Positionen in der Nationalmannschaft überdurschnittlich gut besetzt sind. Lief zuletzt Mitte 2022 für die A-Elf des DFB auf. Kaderwahrscheinlichkeit: 5 % Bild in Detailansicht öffnen
Deniz Undav (VfB Stuttgart)
Deniz Undav: Der derzeit beste deutsche Torjäger gab im März gegen Frankreich sein Debüt für die DFB-Elf. Sollte Kai Havertz nach wie vor auf der Neuner-Position gesetzt sein, geht Undav in einen Zweikampf mit Niclas Füllkrug um dessen Backup. Ein Tätowier-Künstler hatte die Nachricht am Mittwoch auf seinem Instagram-Kanal verkündet: Der Torjäger des VfB Stuttgart ist in Julian Nagelsmanns vorläufigem EM-Kader. Kaderwahrscheinlichkeit: 100 % Bild in Detailansicht öffnen
Maximilian Beier (TSG Hoffenheim)
Maximilian Beier: Der 21 Jahre alte Überflieger von der TSG Hoffenheim spielt eine beeindruckende Saison. Folgerichtig war er im März von Julian Nagelsmann in den DFB-Kader berufen worden. Einsatzminuten jedoch erhielt der Stürmer nicht. Hinter Havertz, Füllkrug und Undav wäre er Stürmer Nummer vier. Sollte Nagelsmann einen weiteren echten Mittelstürmer mitnehmen wollen, wäre Beier der Richtige. Kaderwahrscheinlichkeit: 30 % Bild in Detailansicht öffnen

Der offensive Mittelfeldspieler überzeugte in der außergewöhnlich guten Saison des VfB Stuttgart mit starken Leistungen, stand bislang in allen 33 Liga-Spielen auf dem Platz. Dabei erzielte der 26-Jährige acht Tore, sieben weitere bereitete er vor.

Nagold

Ungewöhnliche Nominierung für die Fußball EM "Chris Führich für Deutschland": Eine Bäckerei in Nagold wusste es zuerst

Die EM-Nominierung kam auf einer Brottüte in Nagold. Dort stand am Dienstagmorgen: "Chris Führich für Deutschland." Nicht nur die Kundschaft war überrascht und begeistert.

Führich debütierte auf der USA-Reise der Nationalmannschaft im Oktober 2023 für die DFB-Elf. Die November-Spiele verpasste er anschließend wegen einer Erkrankung. Im März war er im Nagelsmann-Team aber bei den Tests in Frankreich (2:0) und gegen die Niederlande (2:1) wieder dabei.

Auch Maximilian Mittelstädt ist nominiert

Im Laufe des Dienstags kam auch Führichs VfB-Kollege Maximilian Mittelstädt hinzu. Der Linksverteidiger ist bei den Schwaben einer der Shootingstars der aktuellen Spielzeit.

Mittelstädt hatte im März bei den Testspiel-Siegen in Frankreich und gegen die Niederlande stark aufgetrumpft, gegen Oranje gelang ihm auch sein Premierentreffer im DFB-Trikot.

Vor knapp einem Jahr war Mittelstädt mit Hertha BSC aus der Bundesliga abgestiegen - jetzt gehört er also zum Kader für das Heim-Turnier (14. Juni bis 14. Juli). Das gesamte Aufgebot wird von Nagelsmann an diesem Donnerstag in Berlin (13 Uhr) bekannt gegeben.

Deniz Undav ebenfalls im DFB-Kader

Deniz Undav ist für den vorläufigen Kader der Europameisterschaft 2024 dabei. Das bestätigte der VfB Stuttgart am Mittwochabend auf seiner Webseite. Der 27-Jährige gehörte bereits im März zum Aufgebot des DFB und gab am 23. März beim 2:0-Erfolg in Frankreich er sein Debüt für die Nationalelf. Undav ist in dieser Saison mit 18 Treffern in 29 Spielen der beste deutsche Torjäger in der Bundesliga und gehört mit neun Vorlagen zu den besten Scorern.

Laut der Deutschen Presse-Agentur wurde die Berufung des 27-Jährigen am Mittwochabend über die Tattoo-Influencer-Seite "Togoone Tattooing" bei Instagram öffentlich gemacht. Gezeigt wird in dem Clip, wie ein Tattoo mit dem VfB-Profi als Motiv gestochen wird.

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Martin Maibücher