VfB-Stürmer Hamadi Al Ghaddioui im Kopfballduell mit Freiburgs Nico Schlotterbeck (links).  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | Bundesliga

Freiburg gewinnt furioses Spiel in Stuttgart

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Die 25.000 Zuschauer in der Stuttgarter Arena sahen ein spektakuläres Baden-Württemberg-Duell. Alle fünf Tore fielen bereits in der ersten Halbzeit.

Eine halbe Stunde lang führten der SC Freiburg den VfB Stuttgart nahezu vor. Vor allem das Flügelspiel der Gäste bekamen die Schwaben nicht unter Kontrolle. Das Resultat: Der SC traf drei Mal, Woo-Yeong Jeong (2) und Lucas Höler waren die Torschützen. Dann fand der VfB besser in die Partie am Samstagnachmittag (28.08.), traf noch vor der Pause durch Konstantinos Mavropanos und Hamadi Al Ghaddioui doppelt. Die zweite Halbzeit dominierten die Stuttgarter, der Ausgleich gelang ihnen aber nicht. Die Freiburger gewannen das Baden-Württemberg-Duell 3:2 (3:2).

Früher Freiburger Doppelschlag

Vor den Augen des Bundestrainers Hansi Flick, der den Freiburger Nico Schlotterbeck für die anstehenden Länderspiele nominiert hatte, begannen die Breisgauer furios. Christian Günter fand mit einer präzisen Flanke von der linken Seite Jeong, der mit dem Kopf die Führung erzielte (3. Minute). Sechs Minuten später erhöhte Yeong mit einem Volleyschuss unter die Latte (9.). Eine Ecke von Günter hatte VfB-Torhüter Florian Müller vor die Füße des einschussbereiten Südkoreaners abgewehrt. Beide Male ließ die Defensive der Stuttgarter dem 21-Jährigen zu viel Platz, wirkte in der Anfangsphase von der Wucht der Gäste überfordert.

Klimowicz zunächst gefährlichster Stuttgarter

Wenn der VfB gefährlich wurde, war meistens Mateo Klimowicz beteiligt. Der Argentinier erkämpfte sich Bälle, versuchte immer wieder, mit Tempo auf Freiburgs Abwehrreihe zuzudribbeln und probierte es mit Distanzschüssen (19., 23.), die Freiburgs Torhüter Mark Flekken aber parierte.

Nächstes Freiburger Tor nach Flanke

Der SC verteidigte deutlich konzentrierter als die Schwaben, denen vor allem das Flügelspiel der Gäste große Probleme bereitete. Keine halbe Stunde war gespielt, da köpfte Höler nach einer punktgenauen Flanke von Roland Sallai das 3:0 (28.). Höler hatte sich zwischen den unkonzentriert wirkenden VfB-Verteidigern positioniert und seinen ersten Saisontreffer erzielt.

Mavropanos und Al Ghaddioui bringen VfB zurück

Vieles deutete daraufhin, dass die Freiburger die Partie bereits in der ersten Halbzeit für sich entschieden. Dann allerdings brachte Mavropanos den VfB mit einer Energieleistung zurück ins Spiel. Mit Tempo zog er Richtung Freiburgs Strafraum, spielte einen Doppelpass mit Al Ghaddioui und schoss der Ball zum 1:3 unter die Latte (45.). Ein Handspiel im Vorfeld ahndeten Schiedsrichter Frank Willenborg (Osnabrück) und Videoassistent Daniel Schlager nicht. Al Ghaddioui, eben noch Vorlagengeber, traf in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+2) zum Anschluss. VfB-Kapitän Wataru Endo flankte von der rechten Seite, der Stürmer setzte sich durch, köpfte ins lange Eck und ließ die Fans der Schwaben hoffen.

VfB kommt besser aus der Pause, Freiburg kontert

Die Stuttgarter begannen die zweite Halbzeit deutlich schwungvoller. Roberto Massimo setzte sich mehrfach auf der rechten Seite durch und sorgte mit seinen Hereingaben für Gefahr. Der VfB agierte ballsicherer, dominierte die Partie und drängte auf den Ausgleich, musste aber gleichzeitig abwägen, wie offensiv er auftrat. Denn die Freiburger versuchten es ihrerseits mit Kontern. Allen voran der Ungar Sallai, der in der 52. Minute Müller im VfB-Tor prüfte und (52.) rund eine Viertelstunde vor Schluss abermals das 4:2 auf dem Fuß hatte.

Viele Gelegenheiten aber konnten sich die Freiburger aber nicht mehr erarbeiten. Sie waren gerade in der Schlussphase der Partie darauf bedacht, die knappe Führung über die Zeit zu retten. Gastgeber Stuttgart lief an, war in den entscheidenden Szenen aber zu ungenau. So blieb es beim 2:3.

Mavropanos verletzt

Zusätzlich bitter für den VfB Stuttgart: Verteidiger Mavropanos verletzte sich bei einem Sprint und ging anschließend weinend vom Platz. Der VfB war bereits mit Personalsorgen in die Partie gegangen. Unter anderem Stürmer Sasa Kalajdzic fehlt den Schwaben bis Ende des Jahres.

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