Hitzlsperger und Mislintat im Stadion des VfB Stuttgart (Foto: imago images, IMAGO / eu-images)

Fußball | Bundesliga

Von Heldt bis Hitzlsperger: Die VfB-Sportbosse im Zeitraffer

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Der VfB Stuttgart von 2007 bis heute hat viele Gesichter: Ein Titel, zwei Ab- und Aufstiege, viele Verantwortliche. Eines der bekanntesten Gesichter wird im nächsten Jahr fehlen, wenn Thomas Hitzlsperger den Verein verlässt.

Horst Heldt lacht mit der VfB-Meisterschale in den Händen (Foto: imago images, IMAGO / Team 2)
Horst Heldt (Sportvorstand 2009-2010): Was ihm als Spieler im VfB-Dress noch verwehrt blieb, schaffte er letztlich als Sportdirektor des VfB: Als Verantwortlicher des Sports war er maßgeblich an der Deutschen Meisterschaft 2007 beteiligt. Zwei Jahre später, im Juli 2009, wurde er dann zum Sportvorstand ernannt. In dieser Funktion arbeitete er ein Jahr lang. IMAGO / Team 2
Fredi Bobic (Sportvorstand 2013-2014): Als Spieler gefeiert, als Sportchef entlassen. Bobic hat die Geschichte des VfB über Jahre mitgeprägt. In den 90ern wurde er mit den Schwaben Torschützenkönig, DFB-Pokalsieger und als Teil des "magischen Dreiecks" gefeiert. Abseits des Platzes verlief sein Weg in Stuttgart wechselhaft. In seiner ersten Saison als Sportdirektor standen drei Trainer an der Seitenlinie. 2013 wurde er zum Sportvorstand befördert und schaffte mit dem Klub den Einzug ins Pokalfinale und die Europa League. Nach einem schwachen Saisonstart wurde er im Herbst 2014 entlassen. IMAGO / Pressefoto Baumann
Robin Dutt (Sportvorstand 2015-2016): Er ist dem Umbruch beim VfB Stuttgart zum Opfer gefallen. 2015 schafften die Schwaben unter seiner Verantwortung zwar noch den Klassenerhalt, 2016 stiegen sie aber erstmals seit 1975 in die 2. Bundesliga ab. Was folgte: Die einvernehmliche Trennung zwischen Dutt und dem Verein. IMAGO / Sportfoto Rudel
Jan Schindelmeiser (Sportvorstand 2016-2017): Er stellte einen Großteil der Aufstiegsmannschaft der Saison 2016/17 zusammen, feierte den Schritt zurück in die Erstklassigkeit − und wurde kurz vor Beginn der neuen Bundesligasaison kurzfristig entlassen. Die Begründung des damaligen Präsidenten Wolfgang Dietrich dafür lautete: "Wir waren letztlich nicht mehr davon überzeugt, dass die Umsetzung unserer Ziele und der getroffenen Absprachen in der bisherigen Personalkonstellation zu erreichen sind." IMAGO / Avanti
Michael Reschke (Sportvorstand 2017-2019): Er kam vom FC Bayern und erhielt in Stuttgart einen Dreijahresvertrag. In der ersten Saison unter seiner Verantwortung gelang dem Aufsteiger der Klassenerhalt. Doch die Folgesaison 2018/19 beendeten die Schwaben auf dem Relegationsrang 16. Schon vor Saisonende wurde Reschke entlassen. IMAGO / DeFodi
Thomas Hitzlsperger (Sportvorstand 2019-2022): Von 2005-2010 stand Hitzlsperger für die Schwaben auf dem Platz und krönte diese Zeit unter anderem 2007 mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft. 2016 kehrte er als Beauftragter des Vorstands zum VfB Stuttgart zurück. Von 2017 und 2019 gehörte er ehrenamtlich dem Präsidium an und leitete als Direktor das Nachwuchsleistungszentrum. Seit Frühjahr 2019 ist er als Sportvorstand des VfB tätig und wurde im Herbst desselben Jahres zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Am 15. September 2021 gab er an, seinen bis Herbst 2022 laufenden Vertrag nicht zu verlängern. IMAGO / Hartenfelser
Sven Mislintat − ein möglicher Nachfolger? Mit Hitzlspergers Verkündung, den VfB im Herbst 2022 zu verlassen, kommt auch das Spekulationskarussell in Gang. Doch bis dahin ist noch über ein Jahr Zeit. Sven Mislintat wäre sicher nicht die schlechteste Option als Sportvorstand. Seit 2019 ist er Sportdirektor des VfB Stuttgart und hat damit einen großen Anteil am positiven Umschwung des Vereins. Doch ob Mislintat, der den engen Kontakt zu Mannschaft und Beratern schätzt, diesen Schritt gehen würde, bleibt offen. IMAGO / Sportfoto Rudel
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