Nach der Gala in Dortmund: Jetzt will der VfB Stuttgart den ersten Heimsieg (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

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Nach der Gala beim BVB: VfB Stuttgart will endlich den ersten Heimsieg

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Die "neuen Jungen Wilden" des VfB Stuttgart sind nach dem 5:1 beim BVB deutschlandweit in aller Munde. Die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo ist aktuell das beste Auswärtsteam der Bundesliga, aber vor heimischer Kulisse noch sieglos. Diese Serie soll nun gegen Union Berlin (Dienstag, 20:30 Uhr) ein Ende finden.

23,37 Jahre alt war die Startelf des VfB Stuttgart im Spiel bei Borussia Dortmund - die zweitjüngste Anfangsformation in der Bundesliga-Historie der Schwaben. Umso beeindruckender der Auftritt beim sensationellen 5:1-Auswärtserfolg.

Matarazzo: "Jetzt liegt der Fokus auf Union"

Diesen Triumph bei einem europäischen Topklub habe auch er genossen, gestand Matarazzo auf der Pressekonferenz vor dem Berlin-Spiel. "Sicherlich haben wir mit den Jungs in der Kabine nach dem Spiel ein-, zweimal laut geschrien. Die Stunden danach mit vielen Telefonaten und Glückwünschen waren auch sehr angenehm", sagte der 43-Jährige, bevor er zur Tagesordnung überging: "Doch jetzt müssen wir den Resetknopf drücken, Schärfe finden und Charakter zeigen. Das Spiel gegen Dortmund ist abgehakt, jetzt gilt es, den Fokus auf Union zu legen."

Heimschwäche kein Thema

Leicht wird es nicht, denn die Köpenicker spielen bislang ebenfalls eine überragende Saison, liegen als Siebter sogar noch einen Platz vor dem VfB. Trotzdem will der Aufsteiger endlich auch Zuhause den ersten Dreier einfahren. Die "Heimschwäche" - drei Remis und zwei Niederlagen bisher - sei aber in der Mannschaft kein Thema. "Wir bereiten uns auf Heimspiele so akribisch vor wie auf Auswärtsspiele. Da ist kein Zusammenhang erkennbar, daher ist es kein Thema. Aber sicher gehen wir in das Spiel, um zu gewinnen. Wenn wir weiter so arbeiten, dann wird der erste Heimerfolg bald passieren", sagte Matarazzo.

Vor dem Gegner Union Berlin hat Matarazzo großen Respekt. "Sie machen es hervorragend und stehen nicht zufällig da oben", sagte er und führte aus: "Sie verteidigen mit allem, was sie haben, schmeißen sich in jeden Schuss. Dazu kontern sie sehr schnell und suchen den direkten Abschluss. Zudem haben sie in dieser Saison noch eine gewisse Spielstärke entwickelt und sind bei Standards sehr gefährlich."

Union Berlin ohne Max Kruse

Dass mit Max Kruse der Topscorer bei den Eisernen verletzt fehlt, sieht Matarazzo nicht als Vorteil an: "Wenn Max Kruse fehlt, dann fehlt ihnen sicher Qualität. Aber trotzdem haben sie ein 1:1 gegen Bayern München geholt. Sie ziehen ihre Idee von Fußball unabhängig vom Gegner durch. Dann rücken andere Leute rein, gerade im Offensivbereich haben sie sehr schnelle und geradlinige Leute."

Klar sei, dass man wieder mit einem Matchplan in das Spiel gehen werde. "Wir haben thematisiert, welche Eigenschaften für das Heimspiel gegen Union wichtig sind. Wir brauchen vor allem Charakterstärke, um zu Hause gegen Berlin bestehen zu können", sagte Matarazzo.

Kehrt Gonzalez in die Anfangsformation zurück?

Personell sieht es gut aus. Abwehrspieler Waldemar Anton ist zwar angeschlagen, dafür kehren Gonzalo Castro nach seiner Gelbsperre sowie wohl Daniel Didavi zurück. Der argentinische Nationalstürmer Nicolas Gonzalez, der zuletzt verletzt war und bei seinem Comeback gegen Dortmund direkt ein Tor erzielen konnte, ist indes ein Kandidat für die Startelf. "Nicolas ist immer gefährlich, egal wann oder wo er spielt. Er ist sicherlich eine Option", sagte Matarazzo.

Die Euphorie, die rund um den VfB zuletzt entstanden ist, sei sehr schön, gestand Matarazzo schließlich noch. Man wolle den "Flow" möglichst beibehalten. "Man spürt einfach, dass wir eine Einheit sind, nicht nur die Mannschaft, sondern auch im ganzen Klub. Ich habe da ein gutes Gefühl", sagte er. "Wir sind auf einem sehr, sehr guten Weg. Wichtig ist, dass wir respektvoll bleiben, aber dran bleiben!"

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