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Trotz des jüngsten Abwärtstrends des VfB Stuttgart will Trainer Pellegrino Matarazzo von einer besonderen Bedeutung des Heimspiels gegen den 1. FSV Mainz 05 (Freitag, 20:30 Uhr) nichts wissen.

"Es hört sich ein bisschen flach an, aber jedes Spiel ist richtungsweisend. Ich sehe es nicht so, dass das morgige Spiel unseren restlichen Saisonverlauf entscheiden wird", sagte der Coach. Die Schwaben haben aus den vergangenen sieben Spielen in der Bundesliga nur fünf Punkte geholt. Die Mainzer überraschten dagegen zuletzt mit einem 3:2-Sieg gegen RB Leipzig.

Am Freitagabend wird sich auch zeigen, ob der VfB Stuttgart seinen "Heimfluch" beenden kann. In dieser Spielzeit hat die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo noch keinen Heimsieg feiern können. Matarazzo selbst hat ein paar Ideen, mit welchen Maßnahmen es endlich klappen könnte.

Matarazzo rechnet mit Mainzer Aufbruchsstimmung

"Es wird sicherlich eine gewisse Aufbruchstimmung zu spüren sein", sagte Matarazzo über den Tabellenvorletzten: "Mainz hat im Moment einen positiven Trend. Sie haben auch die Qualität, woanders zu stehen in der Tabelle."

Sosa steht vor der Rückkehr

Der VfB bangt noch um den Einsatz von Abwehrchef Waldemar Anton, der leichte muskuläre Probleme hat. Die zuletzt fehlenden Borna Sosa und Philipp Förster sind nach ihren muskulären Problemen wieder im Mannschaftstraining.

Unterdessen machen die Langzeitverletzten Hamadi Al Ghaddioui und Maxime Awoudja Fortschritte. Stürmer Al Ghaddioui hat nach seinen Schambeinproblemen das Teiltraining aufgenommen, Abwehrspieler Awoudja ist nach seinem Achillessehnenriss im Teamtraining. Den Führungsstreit beim VfB Stuttgart wollte Matarazzo nicht kommentieren.

Überraschung für Castro?

Angesichts des anstehenden Jubiläums von Gonzalo Castro plant der VfB indes eine kleine Überraschung für den Mittelfeld-Routinier. Der 33-Jährige wird voraussichtlich gegen Mainz zum 400. Mal in der Bundesliga zum Einsatz kommen. "Wenn er sein 400. Spiel macht, wird er ein Geschenk bekommen von uns. Das ist ein großartiger Meilenstein und spricht für eine große Karriere und viel Erfahrung", sagte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo.

Gonzalo Castro jubelt nach einem Tor, im grünen Auswärtstrikot des VfB Stuttgart (Foto: Imago, Poolfoto)
Falls Gonzalo Castro am Freitag zu seinem 400. Bundesligaeinsatz kommt, dann absolviert er gleichzeitig seine 42. Partie im Trikot des VfB Stuttgart. Begonnen hat alles 2005, als er für Bayer Leverkusen sein erstes Bundesligaspiel bestritt. Für die Rheinländer lief er 286 Mal in der höchsten deutschen Spielklasse auf, woraufhin er 2015 nach Dortmund wechselte. Für den BVB stand er in weiteren 72 Bundesligaspielen auf dem Platz. Seit 2018 ist er beim VfB Stuttgart unter Vertrag. Imago Poolfoto Bild in Detailansicht öffnen
Linksaußen Georg "Schorsch" Volkert spielte in der Bundesliga für den VfB Stuttgart, den 1. FC Nürnberg und den Hamburger SV. In nur zwei Jahren (1978-1980) beim VfB Stuttgart erzielte er 26 Bundesliga-Tore in 60 Spielen. Den Großteil seiner 410 Bundesliga-Einsätze sammelte er allerdings in Nürnberg (136 Spiele) und beim HSV (214). Letztes Jahr verstarb Volkert im Alter von 74 Jahren. Imago Sven Simon Bild in Detailansicht öffnen
Christian Gentner wurde 2007 mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister, wechselte dann zum VfL Wolfsburg und gewann 2009 auch mit den Niedersachsen die Meisterschaft. Da der 35-Jährige von 2010 bis 2019 erneut für die Schwaben spielte, bringt er es auf 278 Bundesligapartien (32 Tore) im VfB-Trikot. Insgesamt hat Gentner bereits 416 Bundesligaspiele auf dem Buckel. Zur Zeit steht er bei Union Berlin unter Vertrag und arbeitet daran, dass diese Zahl noch in die Höhe steigt. Imago Eibner Bild in Detailansicht öffnen
Auch Michael Frontzeck wurde mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister, allerdings schon 1992. Insgesamt absolvierte er 163 Bundesligapartien für den VfB. Außerdem stand er für Borussia Mönchengladbach (213 Spiele), den SC Freiburg (32) und den VfL Bochum (28) in der Bundesliga auf dem Platz. Mit seinen 436 Einsätzen liegt er damit auf Platz 33 der Bundesliga-Rekordspieler. Imago Pressefoto Baumann Bild in Detailansicht öffnen
Mit 534 Bundesligaspielen liegt Eike Immel auf Rang sieben der Spieler mit den meisten Bundesliga-Einsätzen. Der heute 60-Jährige stand bei Borussia Dortmund und dem VfB Stuttgart zwischen den Pfosten. Für den BVB debütierte er 1978 als 17-Jähriger in der Bundesliga und wechselte 1986 mit der Empfehlung von 247 Bundesligaspielen zum VfB. Dort kamen weitere 287 Einsätze in Deutschlands höchster Liga hinzu. Imago HJS Bild in Detailansicht öffnen

Nur Bayern-Torhüter Manuel Neuer (34, Jahre, 423) und der früheren VfB-Kapitän Christian Gentner (35, 416) haben von den noch aktiven Profis noch mehr Einsätze in der ersten Liga absolviert als Castro, der früher bei Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund aktiv war.

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