Silas Wamangituka (li.) und Nicolas Gonzalez (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | Bundesliga

Ohne Wamangituka und Gonzalez: So will der VfB Stuttgart in Bielefeld punkten

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Der VfB Stuttgart steht als Aufsteiger nach 16 Spieltagen glänzend da und ist sogar das beste Auswärtsteam der Bundesliga. Zum Hinrundenausklang wollen die Schwaben bei Arminia Bielefeld (Mittwoch, 20:30 Uhr) ihre Stärke auf fremden Plätzen noch einmal demonstrieren - müssen dabei aber auf zwei absolute Leistungsträger verzichten.

16 Spiele, 22 Punkte (davon 17 auswärts geholt), 32 Treffer: Die nackten Zahlen sprechen eine klare Sprache: Der VfB Stuttgart mischt die Bundesliga auf - und das mit der jüngsten Mannschaft der Liga. Insbesondere die "Abteilung Attacke" funktioniert, denn die 32 Tore sind - gemeinsam mit dem BVB und Union Berlin - der zweitbeste Wert der Liga hinter dem FC Bayern (48). Zum Vergleich: In der Abstiegssaison 2018/2019 hatte der VfB ebenfalls 32 Treffer erzielt - allerdings am Ende der Saison.

Mitverantwortlich für die hohe Torgefahr des Aufsteigers sind Silas Wamangituka, der es auf bereits neun Tore und drei Vorlagen bringt, und Nicolas Gonzalez (6/3). Allerdings muss Trainer Pellegrino Matarazzo im Gastspiel bei Mitaufsteiger Bielefeld auf die beiden Offensivspieler verzichten.

Matarazzo verweist auf die Alternativen

Eine herbe Schwächung, könnte man meinen. Doch der VfB-Coach sieht seine Mannschaft trotz der Ausfälle gut gerüstet. "Man sieht, dass wir Alternativen haben. Wir haben unterschiedliche Spielertypen im Kader, die Leistung gebracht haben, wenn sie gebraucht wurden. Auch die Spieler, die bei den vergangenen Spielen zunächst auf der Bank waren, haben nach der Einwechslung ihre Leistung gezeigt", sagte Matarazzo.

Den Ausfall seiner beiden Topscorer bedauert der Trainer zwar, aber: "Ich freue mich auch für die Spieler, die jetzt auf dem Platz stehen werden. Ich freue mich, dass sie sich zeigen können."

Eine naheliegende Möglichkeit wäre, dass Sasa Kalajdzic und Tanguy Coulibaly für Gonzalez und Wamangituka in die Mannschaft rücken - und die jeweilige Position eins zu eins ausfüllen. Doch Matarazzo wollte sich hier nicht zu sehr in die Karten schauen lassen: "Es gibt mehrere Möglichkeiten, die beiden zu ersetzen. Ich werde die Entscheidung erst kurz vor dem Spiel treffen. Aber wir werden sie ersetzen können."

"Es wird ein hartes Spiel für uns"

Bielefeld, das zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen holte und dabei ohne Gegentreffer blieb, schätzt Matarazzo als schwere Aufgabe ein. "Sicherlich ist die Arminia ein unangenehmer Gegner. Sie kamen nicht so gut in die Saison, haben aber zuletzt regelmäßig gepunktet", sagte der US-Amerikaner: "Sie haben eine sehr kontrollierte Spielweise, sie agieren sehr diszipliniert, es fallen in der Regel wenig Tore. Deswegen wird es ein hartes Spiel für uns."

Es werde, so Matarazzo, einmal mehr auch auf die Mentalität ankommen. Und da sieht er seine Mannschaft, die in dieser Spielzeit immer wieder Resilienz und beachtliche Comeback-Qualitäten bewies, gut aufgestellt. "Wir wollen immer eine gute Mischung zwischen Spielstärke, Robustheit und Kampf finden. In so einer Partie wie gegen Bielefeld ist es möglich, dass schon der ein oder andere kampf- und laufbetonte Spieler auf dem Platz stehen wird", sagte der 43-Jährige.

"Wir wollen erneut ans Limit gehen"

Den Status als bestes Auswärtsteam der Liga will der VfB jedenfalls auch nach dem Gastspiel auf der Alm genießen. "Wir wollen immer gewinnen. Aber es treffen zwei Aufsteiger aufeinander - und wir treffen auf einen sehr unangenehmen Gegner. Doch wir wollen erneut ans Limit gehen, um das Spiel erfolgreich zu gestalten", sagte Matarazzo.

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