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Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat Verständnis für die vorläufige Absage der Politik an eine Stadion-Rückkehr der Fans zum Bundesliga-Saisonstart. Der Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger sagte, man teile die Position der DFL.

"Die Gesundheit der Bevölkerung hat auch für uns oberste Priorität", heißt es in einer vom Verein veröffentlichten Stellungnahme am Dienstag. Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich bei ihrer Konferenz am Montag darauf verständigt, dass eine Öffnung der Stadien für Zuschauer bis zum 31. Oktober angesichts der momentanen Corona-Situation nicht zu befürworten sei.

VfB plant weiter für eine Rückkehr der Fans

Auch die Planungen beim VfB dafür laufen dennoch weiter, kündigte Hitzlsperger an: "Wir werden weiter in enger Abstimmung mit den Behörden auf den Tag hinarbeiten, an dem wir wieder Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena empfangen dürfen." Die Deutsche Fußball Liga (DFL) akzeptierte die vorläufige Absage der Politik klaglos. Die DFL hatte vor den Beratungen der Gesundheitsminister ein Konzept für eine Teilzulassung von Zuschauern schon zum Beginn der Spielzeit 2020/21 am dritten September-Wochenende erarbeitet. Dieses sieht zunächst eine Rückkehr einer reduzierten Zahl von Fans ohne Stehplätze, ohne Alkohol und ohne Gästeanhänger vor.

Auch DFL akzeptiert Entscheidung

Die Deutsche Fußball Liga hat die vorläufige Absage der Politik an eine Stadion-Rückkehr der Fans zum Bundesliga-Saisonstart klaglos akzeptiert. "Die DFL hat immer betont, dass die Eindämmung des Coronavirus höchste Priorität haben muss. Sie respektiert daher selbstverständlich die Position der Gesundheitsminister aus Bund und Ländern in der gegenwärtigen Situation", teilte die Dachorganisation des deutschen Profifußballs mit. "Seitens der DFL gab und gibt es keine Forderungen in Bezug auf den Zeitpunkt der Zulassung oder die Anzahl von Stadionzuschauern."

Rummenigge: Öffnung in kleineren Schritten als Möglichkeit?

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hofft trotz der vorläufigen Absage durch die Politik weiter auf eine baldige Rückkehr von Fans in die Stadien. "Wir hoffen, dass wir trotz der ersten negativen Reaktion der Politik irgendwann trotzdem wieder mit Zuschauern spielen dürfen, weil Fußball ohne Zuschauer keinen Spaß macht", sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München am Dienstag in München. Rummenigge brachte auch eine Öffnung in kleinen Schritten als möglichen Lösungsansatz ins Spiel. Auf die Frage, ob er ungeachtet der vorläufigen Absage der Politik eine Stadion-Rückkehr der Fans zum Bundesliga-Saisonstart Mitte September für möglich halte, verwies Rummenigge auf die Grundlagen für die Öffnung für Zuschauer. "Wichtig ist, dass wir konzeptionell perfekt arbeiten, und das wird gemacht", sagte Rummenigge. Die Vorgaben der Deutschen Fußball Liga könne man zu 100 Prozent erfüllen, erläuterte der 64-Jährige.

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