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Der VfB Stuttgart feiert beim Champions-League-Achtelfinalisten Borussia Mönchengladbach nach Rückstand noch einen Sieg der Moral. Das Saisonziel Klassenverbleib war ohnehin schon lange sicher. Nun winkt den Schwaben sogar das internationale Geschäft.

Jetzt wird es für den VfB Stuttgart doch noch ein spannender letzter Spieltag. Rechnerisch kann der Aufsteiger nach dem 2:1 (0:1) bei Borussia Mönchengladbach seine sorgenfreie Saison nun nämlich sogar noch mit der Qualifikation für die Conference League krönen.

"Das war gar nicht unser Ziel", beschwichtigte Sportdirektor Sven Mislintat: "Das wäre dann tatsächlich nicht nur die Kirsche, sondern auch noch das Sahnehäubchen auf die Kirsche oben drauf."

"Unser Ziel: einstellig bleiben, vor Freiburg bleiben"

Den einstigen Talente-Scout von Borussia Dortmund reizt dieser neu geschaffene internationale Wettbewerb schon. Zugleich betont er, dass sich der VfB ganz unabhängig von den "eigentlich unwahrscheinlichen" internationalen Perspektiven mit einem Heimsieg gegen Arminia Bielefeld verabschieden will. "Wir rechnen jetzt nicht damit, dass wir noch klettern auf Platz sieben. Wir wollen Platz neun verteidigen. Das ist unser Ziel: einstellig bleiben, vor Freiburg bleiben", sagte der 48-Jährige.

Mislintat steht Conference League offen gegenüber

Die europäische Herausforderung würde er in der kommenden Saison aber auch gern annehmen. Angesichts auch kritischer Stimmen gegenüber dem zusätzlichen europäischen Wettbewerb meinte er: "Lasst uns den Wettbewerb erst mal anschauen, bevor wir ihn verteufeln, und dann gucken, welches Wachstumspotenzial er hat."

VfB hat es nicht mehr in der eigenen Hand

In den eigenen Händen haben die Stuttgarter die Qualifikation nicht. Nach dem Sieg in Gladbach mit den Treffern von Wataru Endo (73. Minute) und Sasa Kalajdzic (77.), hat der VfB jetzt insgesamt 45 Punkte gesammelt. Bis auf einen Zähler haben sie sich an die Borussia herangeschoben. Ein Sieg gegen den Tabellen-15. Bielefeld kann aber nur reichen, wenn Gladbach nicht bei den stark abstiegsgefährdeten Bremern gewinnt und der Tabellensiebte Union Berlin (47) nicht gegen RB Leipzig punktet. Auch Freiburg (ebenfalls 45 Zähler) hat noch theoretische Chancen.

"Ich hätte nichts dagegen, wenn wir noch einen Platz nach oben klettern", sagte VfB-Coach Pellegrino Matarazzo. Der Erfolg in Gladbach war für den Trainer nach dem Rückstand zur Pause durch Lars Stindl (45.) ein Sieg der Moral. In der Tat ist es bemerkenswert, dass sich der VfB trotz seiner zahlreichen Ausfälle beim Champions-League-Achtelfinalisten durchsetzte.

Matarazzos Änderungen greifen

Die Gladbacher Entwicklung allerdings ist schon seit Wochen besorgniserregend. Seit der Bekanntgabe des Wechsels des gehypten Trainers Marco Rose zu Borussia Dortmund verloren die Gladbacher 10 von 15 Pflichtspielen. Am Samstag führten die Gastgeber nach einer guten ersten Halbzeit verdient. Dann stellte der VfB um, lief früh an und brachte den eigentlich dominierenden Gegner völlig aus dem Konzept. Binnen fünf Minuten nutzten die cleveren Schwaben die Schwächen.

Die Leidenschaft und der Glaube an die eigene Qualität seien entscheidend gewesen, urteilte Mislintat. "Einfach geil", befand Stürmer Kalajdzic gegenüber SWR Sport.

Gegen Bielefeld sei man auch motiviert, weil man die enttäuschende 0:3-Klatsche aus dem Hinspiel wettmachen wolle, erklärte Mislintat. Allerdings fallen die verletzten Nicolas Gonzalez und Orel Mangala voraussichtlich weiter aus. Auch Konstantinos Mavropanos wird wegen seiner Muskelverletzung keine Option sein.

Schlüsselspieler Endo, den Mislintat inzwischen als "Boss" bezeichnet, muss wegen seiner fünften Gelben Karte pausieren. "Es wird ein sehr, sehr interessantes Spiel", versprach Kalajdzic dennoch.

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