Bruno Labbadia im Trainingslager des VfB Stuttgart.  (Foto: IMAGO, IMAGO / Kirchner-Media)

Fußball | Bundesliga

Kommunikationsprobleme? Deshalb schickte VfB-Coach Labbadia Coulibaly in die Kabine

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dpa, SWR

VfB-Trainer Bruno Labbadia ist es sowohl beim Training als auch im Spiel zu leise auf dem Platz. Er wünscht sich mehr Kommunikation seiner Spieler - Widerworte aber offensichtlich nur bedingt, wie der Fall Coulibaly zeigt.

Nach einer Meinungsverschiedenheit hat VfB-Trainer Bruno Labbadia seinen Mittelfeldspieler Tanguy Coulibaly vorzeitig vom Trainingsplatz geschickt. Grund war eine Abseitsentscheidung des Trainerteams des VfB Stuttgart in der Vormittagseinheit im Trainingslager in Marbella, mit der Coulibaly nicht einverstanden gewesen sein soll. 

Der Fußball-Bundesligist bestätigte den Vorfall am Montag. "Ab und an ist es wichtig, klar die Richtung vorzugeben. Aber das ist alles kein Drama, Reibung gehört dazu", sagte VfB-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth.

Labbadia fordert mehr Kommunikation auf dem Platz

Grundsätzlich wünschen sich die Verantwortlichen um Coach Labbadia nämlich mehr Lautsprecher auf dem Platz. Das machte der 56-Jährige in Marbella, wo der VfB seit einer Woche im Trainingslager ist, immer wieder deutlich. Auch beim 3:0-Testspielerfolg gegen den FC Sion forderte Labbadia mehr lautstarke Kommandos seines Teams auf dem Platz.

Dass die Kommunikation in einigen Situationen noch ausbaufähig sei, könne laut Pascal Stenzel teilweise an der Sprachbarriere liegen, "aber grundsätzlich hat er da recht", sagte der Abwehrspieler gegenüber SWR Sport. "Da müssen wir einfach hinkommen, weil es das einfacher macht für jeden Spieler auf dem Platz."

Torhüter Müller: "Jeder muss seinen Vordermann coachen"

Das sieht auch Torhüter Florian Müller so, stellte aber klar, dass eine gute Kommunikation nicht immer laut sein müsse. "Es geht ja nicht darum, dass wir zehn Spieler auf dem Platz haben, die vogelwild rumschreien", sagte der 25-Jährige. "Jeder muss einfach seinen Vordermann coachen. Zwei, drei kurze Kommandos, die müssen wir rein kriegen und daran arbeiten wir", so Müller weiter.

Welche Kommandos oder Art der Kommunikation Labbadia bei Coulibaly nicht gefallen haben, bezifferte der VfB nicht näher. Fest steht aber: Es gibt noch Nachholbedarf in puncto Verständigung, wenn die Schwaben beim Rückrundenstart gegen Mainz am 21. Januar den richtigen Ton auf dem Platz treffen wollen.

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dpa, SWR

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