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Verkäufe ja, Ausverkauf nein: Vorstandschef Thomas Hitzlsperger vom VfB Stuttgart hofft trotz der Coronakrise darauf, die meisten seiner Toptalente nach Saisonende halten zu können.

Allerdings schränkte der Ex-Nationalspieler im "kicker"-Interview ein: "Grundsätzlich ist niemand unverkäuflich. Wir können es uns nicht leisten, Angebote von Topklubs einfach abzulehnen."

"Eine Auszeichnung für uns"

Der 39-Jährige fügte hinzu: "Wenn es so kommt, müssen wir sprechen. Es ist eine Auszeichnung für uns, dass wir Spieler gefunden haben, die sich so entwickelt haben. Das hilft uns, wieder neue Talente zu finden."

Als Aufsteiger spielt der VfB bisher eine starke Saison - und das mit einer der jüngsten Mannschaften der Liga. Unter anderem die torgefährlichen Angreifer Sasa Kalajdzic (14 Saisontreffer), Silas Wamangituka (11) oder Nicolas Gonzalez (6) sowie der offensivstarke Außenverteidiger Borna Sosa spielten sich in den Vordergrund. Und werden entsprechend auch von einigen Seiten als Kandidaten für einen Transfer gehandelt. Erlöse für seine Topspieler kann der VfB gut gebrauchen. Die Schwaben sind - wie fast alle Klubs - finanziell stark getroffen durch die Coronakrise.

Zweiter Investor brächte mehr Spielraum

Finanziell weiterhelfen würde daher ein zweiter Investor, so Hitzlsperger. "Wir wollen weiter einen Investor, der uns über die finanzielle Beteiligung hinaus einen strategischen Mehrwert bringt", sagte der VfB-Boss.

Ein Gesamtpaket wie mit Ankerinvestor Daimler "kriegen wir nicht noch mal", sagte Hitzlsperger weiter und berichtete davon, dass es beim von Corona schwer getroffenen Mittelstand aus der Region schwer sei, "diese Unternehmen zu einem zusätzlichen Investment zu bewegen". Mit interessierten Leuten aus den USA habe er gesprochen. "Allerdings sind Minderheitsinvestitionen dort nicht die Wunschlösung", so der frühere Profi.

"Mit guter Leistung automatisch wieder interessant"

Der These, um es in die Top Sechs der Liga zu schaffen, brauche der VfB einen Geldgeber aus den Emiraten, widersprach der 39-Jährige unter Verweis auf Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt. "Wir dürfen nicht unterschätzen, dass wir uns weiter in einem attraktiven Sponsoren-Umfeld befinden. Wenn wir mit guter Leistung vorangehen, sind wir automatisch wieder interessant."

Mit Blick auf den Zeitpunkt des Einstiegs eines zweiten Investors sagte Hitzlsperger: "Weitere strategische Partner zu finden ist seit Längerem ein gemeinsames Ziel des VfB. Wir arbeiten mit Hochdruck daran. Es würde uns mit Blick auf die neue Saison mehr Spielraum geben, wenn es dieses Jahr klappt."

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