Silas Wamangituka erzielt das 2:0 für den VfB Stuttgart beim SV Werder Bremen (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | Meinung

Wamangitukas Aktion war unbedacht - und jetzt muss ein Haken dran

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Beim 2:1-Auswärtssieg des VfB Stuttgart bei Werder Bremen sorgte Doppel-Torschütze Silas Wamangituka mit seinem zweiten Treffer für Diskussionsstoff, indem er diesen aufreizend lässig erzielte und seine Gegner damit aufbrachte. Eine Aktion, die sich der 21-Jährige hätte sparen können, findet SWR-Sportredakteur Johann Schicklinski.

Silas Wamangituka war im Spiel seines VfB Stuttgart bei Werder Bremen bester Mann auf dem Feld. Der 21-Jährige erzielte beide Treffer, doch auf dem zweiten Tor liegt ein Schatten. Denn dieses zeugte mindestens von einer Unbedachtheit, wenn nicht sogar von einer Respektlosigkeit. Und sorgte dafür, dass nach der bärenstarken Partie des Offensivspielers keiner mehr über seine sportliche Leistung sprach. Sozusagen neben den zwei Treffern noch ein Eigentor des Youngsters.

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Beim 2:1-Auswärtssieg des VfB Stuttgart bei Werder Bremen sorgte Doppel-Torschütze Silas Wamangituka mit seinem zweiten Treffer für Diskussionsstoff, indem er diesen aufreizend lässig erzielte und seine Gegner damit aufbrachte. Alles gar nicht so schlimm, findet SWR-Sportredakteur Patrick Bauser.  mehr...

Wamangituka hat das gar nicht nötig

Der Kongolese hatte in der Nachspielzeit ein Missverständnis in der gegnerischen Defensive ausgenutzt, den Ball stibitzt und war damit aufreizend lässig ins leere Tor spaziert, statt ihn einfach direkt zum 2:0 einzuschieben. Das war komplett unnötig, denn es war klar, dass Werder damit geschlagen ist. Mit der Aktion von Wamangituka wurde es noch dazu bloßgestellt. Deshalb ist der Ärger der Hanseaten nachvollziehbar. Es handelte sich um eine Unsportlichkeit, die der Angreifer, der aktuell von Woche zu Woche besser wird, gar nicht nötig hat.

Da hilft auch die Beteuerung von Trainer Pellegrino Matarazzo nichts, dass Wamangituka lediglich "Zeit von der Uhr" nehmen wollte. Das ist Quatsch, auch wenn es richtig und wichtig ist, dass sich der 43-Jährige hinter seinen Spieler stellt. Matarazzo sollte das Thema intern aber deutlich ansprechen und dafür sorgen, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt. Denn zum Fußball gehören Werte, ein ganz wichtiger ist der Respekt. Aus der Aktion in Bremen sollte man jetzt kein Drama machen, aber dafür sorgen, dass Respekt und Anstand das nächste Mal gewahrt bleiben.

Jetzt einen Haken dran machen

Auch bei Wamangituka selbst scheint diese Erkenntnis mittlerweile gereift zu sein. Er hat sich via Instagram entschuldigt. Damit sollte dann auch ein Haken an die Aktion gemacht und wieder über die erfreuliche sportliche Leistung des Kongolesen gesprochen werden. Denn die war mindestens genauso gesprächswertig - und bei ihr kann es keine zwei Meinungen geben.

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