Silas Katompa Mvumpa hat kommenden Mittwoch einen Termin beim Amtsgericht Stuttgart. (Foto: IMAGO, Pressefoto Baumann)

Fußball | VfB Stuttgart

Silas Katompa Mvumpa: 60 Tagessätze wegen falscher Identität

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Der Fall "Silas Katompa Mvumpa" könnte am nächsten Mittwoch zu den Akten gelegt werden. Es kommt zu einer Verhandlung, weil seine Seite die Höhe des Strafmaßes in Bezug auf seine gefälschte Identität nicht akzepiert hat. Der Ausgang ist ungewiß.

Die Angelegenheit rund um seine gefälschte Identität ist für Silas Katompa Mvumpa noch nicht abgeschlossen. Nach Informationen der Stuttgarter Zeitung hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart einen Strafbefehl wegen Urkundenfälschung und Erschleichung eines Aufenthaltstitels gegen den 24-Jährigen erlassen. Am kommenden Mittwoch muss er sich deshalb vor dem Stuttgarter Amtsgericht verantworten. Die öffentliche Verhandlung, die gegenüber SWR-Sport bestätigt wurde, ist auf 9.00 Uhr angesetzt. Ob der Fußball-Profi persönlich vor Gericht erscheinen wird, ist noch unklar.

Silas soll Opfer und kein Täter gewesen sein

Als Strafmaß hat die Staatsanwaltschaft dazu einen Strafbefehl in Höhe von 60 Tagessätzen erlassen. Dieses bemisst sich an dem Netto-Einkommen des VfB-Profis. Die Anzeige geht auf die Stuttgarter Ausländerbehörde zurück. Der Kongolese soll in Stuttgart in fünf Fällen seinen falschen Namen verwendet haben. Silas Katompa Mvumpa und seinem Rechtsbeistand erscheint die Strafe zu hoch. Man ist der Meinung, dass seine "Opferrolle" in diesem Fall nicht ausreichend in die Bewertung mit eingeflossen ist. Deshalb wurde Einspruch eingelegt und man trifft sich vor Gericht.

Ein windiger Berater war an allem schuld

Silas Katompa Mvumpa war 2019 für rund acht Millionen Euro Ablöse vom Paris FC zum VfB nach Stuttgart gewechselt. Nach Angaben der Schwaben lebte er während seiner Zeit in Paris in einem Abhängigkeitsverhältnis zu seinem ehemaligen Berater Olivier Belesi Djesi und habe weder auf sein Konto noch auf seine Papiere Zugriff gehabt. Im Juni 2021 hatte der Flügelstürmer sich gegenüber dem VfB Stuttgart offenbart, dass er bis dahin unter falscher Identität gespielt habe. Daraufhin musste der Offensivspieler eine Geldstrafe zahlen und war für drei Monate gesperrt worden. In der Folge bekam er eine bis 2024 gültige Aufenthaltsberechtigung.

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SWR

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