Angreifer Sasa Kalajdzic vom VfB Stuttgart (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | Bundesliga

VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic trifft erneut - und kann sein Tor kaum fassen

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Sasa Kalajdzic trifft und trifft und trifft. Beim 1:1 in Frankfurt gelingt dem Angreifer des VfB Stuttgart diesmal ein selbst für ihn ungewöhnliches Tor. Damit beeindruckt er sogar seine Freundin.

Wie ihm dieses Tor schon wieder gelingen konnte, wusste Sasa Kalajdzic auch nicht. Ein hohes Zuspiel aus dem Halbfeld von Marc Oliver Kempf nahm der Stürmer des VfB Stuttgart kurz per Brust mit, streckte sein rechtes Bein ganz weit aus, und dann war der Ball wieder drin. Nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 bei Eintracht Frankfurt (Endstand 1:1) blieb der 23-Jährige auf dem Rasen sitzen und zuckte fragend die Schultern. Er konnte es selbst kaum glauben.

"Ich dachte: geil, isser wieder drinnen"

"Wenn du selber nicht mal weißt, wie er reingeht", schrieb er im Anschluss zu einem Foto der Szene auf Instagram. Dass die Partie letztlich 1:1 zu Ende ging, schmälerte seine Leistung nicht. Im sechsten Bundesliga-Spiel nacheinander war der österreichische Nationalspieler nun erfolgreich, und er kommentierte das auf seine ganz eigene Art und Weise: "Ich dachte: geil, isser wieder drinnen", sagte er mit dem für ihn typischen Wiener Schmäh: "Wenn es läuft, dann geht so ein Ball halt rein. Nehme ich gerne mit."

Und weiter: "Wir haben ein ordentliches Spiel gegen eine sehr starke Mannschaft gemacht. Ich sehe den Punkt als absoluten Gewinn", analysierte er am ARD-Mikrofon: "Wir können alle zufrieden sein. Frankfurt vielleicht ein bisschen weniger - aber das juckt mich nicht."

Kalajdzic weist eine Top-Quote auf

Selbst seine Freundin zeigt sich von seiner Trefferquote mittlerweile beeindruckt. "Tore zu schießen ist für dich wie für mich Kaffeetrinken", schrieb sie ihm ebenfalls auf Instagram. Tatsächlich scheinen Tore bei Kalajdzic längst an der Tagesordnung zu sein. Zwölf Treffer stehen nach 23 Einsätzen auf seinem Konto, eine außergewöhnliche Quote für einen Bundesliga-Debütanten.

Die ersten Klubs sollen schon Interesse haben

Wenn Kalajdzic so weitermacht, dürften sich trotz eines laufenden Vertrags bis 2023 zeitnah die ersten Interessenten melden. Laut Medienberichten sollen bereits RB Leipzig und West Ham United interessiert sein.

Um dem durch die Corona-Krise finanziell angeschlagenen VfB zu helfen, "würde ein Transferüberschuss in der aktuellen Zeit natürlich schon" Sinn ergeben, hatte Sportdirektor Sven Mislintat zuletzt gesagt. Kalajdzic zählt nicht erst seit seinem Tor in Frankfurt zu den Kandidaten, mit denen die Schwaben viel Geld machen könnten. Der Österreicher stehe im Fokus, gab Mislintat zu. Bislang habe es aber noch keine "konkrete Anfrage" für ihn gegeben.

Ein außergewöhnliches Gesamtpaket

Was sich allerdings bald ändern könnte. Denn Kalajdzic bringt Fähigkeiten mit, die kaum ein Stürmer auf diesem Niveau mit dieser Körpergröße mitbringt. Trotz seiner zwei Meter verfügt der gebürtige Wiener über eine außergewöhnlich gute Technik.

"Das kenne ich schon aus Österreich. Dort war es auch immer so, dass die Leute dachten: Der Typ ist so groß, der kann sicher nur köpfeln", erzählte er mal in einem Interview von "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten". "Ich bin nicht der klassische Riese, der vier Meter breit ist und sich vor lauter Kraft kaum bewegen kann. Sondern eher der Schlaks, der auch mit dem Ball umgehen kann." Auch darum hat der VfB den Klassenerhalt schon so gut wie sicher.

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