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Fünf Tore in den letzten vier Spielen, nun der Matchwinner beim 1:0-Sieg des VfB Stuttgart beim 1. FC Köln. Für Angreifer Sasa Kalajdzic läuft es derzeit rund. Von Trainer Pellegrino Matarazzo gab es ein großes Lob.

Auf der Rückfahrt ins Ländle sah die Welt des VfB Stuttgart schon wieder deutlich freundlicher aus. Der 1. FC Köln war mit 1:0 (0:0) besiegt, der Abstiegskampf wieder ganz weit weg und das Selbstvertrauen zurück bei den Schwaben.

"Wichtig sind die drei Punkte"

"Brutal wichtig" sei das gewesen, "für die Seele und die Mannschaft", sagte Sasa Kalajdzic. Und der Österreicher hatte besonders großen Anteil daran, schon wieder: Kalajdzic (49. Minute) traf entscheidend und hat damit nun fünf der vergangenen sechs VfB-Tore erzielt. Es "sei vielleicht ein etwas komischer Nachmittag für die Fans" am TV gewesen, "weil es ein zähes Spiel war", sagte er nach der Partie - und schmeichelte der Begegnung damit noch: "Aber egal, wichtig sind die drei Punkte."

"Es war sicher nicht sein bestes Spiel, das weiß er auch, aber er hat wieder ein Tor gemacht. Flanke von Borna Sosa, Kopfball von Sasa - das ist schon eine Waffe", befand VfB-Coach Matarazzo nach der Partie.

Es war ein eminent wichtiger Dreier, denn der VfB siegte erstmals im Februar, überhaupt erst zum zweiten Mal in den vergangenen sieben Ligaspielen und hat nun die Gewissheit, in den kommenden Wochen nichts mit den gefährlichen Tabellenregionen zu tun zu bekommen.

Beruhigender Vorsprung

Die Abstiegsgefahr sei zwar erst dann gebannt, "wenn rechnerisch kaum noch etwas möglich ist", sagte Matarazzo, der gerade erst seinen Vertrag verlängert hat. Aber elf Punkte auf den Relegationsrang und acht auf die Kölner dürften für ruhige Wochen beim Aufsteiger sorgen.

Und damit war noch am Morgen vor dem Spiel nicht unbedingt zu rechnen gewesen: Die Stuttgarter hatten turbulente Tage hinter sich, der Machtkampf auf der Führungsetage sorgte dafür, dass es dort immer leerer wird. Zuletzt traten auch die beiden Vizepräsidenten Rainer Mutschler und Bernd Gaiser zurück, nicht ohne noch einmal deutlich ihr Missfallen über den Kurs des umstrittenen Präsidenten Claus Vogt mitzuteilen.

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Mislintat hält sich bedeckt

Und dann sorgte am Samstagmorgen noch auch eine Nachricht aus Dortmund für Unruhe bei denen, die es mit dem VfB halten: Der BVB, so schrieben die "Ruhr-Nachrichten", habe ein Auge auf VfB-Sportchef Sven Mislintat geworfen. Hintergrund: Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc tritt im kommenden Jahr ab, und Mislintat hat eine Vergangenheit als Chefscout bei der Borussia.

Der 48-Jährige, vertraglich bis 2023 an den VfB gebunden, nahm in der Halbzeit des Spiels in Köln Stellung. "Ich habe natürlich vernommen, dass mein Mentor Michael Zorc aufhört und dass es Gedankenspiele gibt", sagte er, aber es sei noch eine lange Zeit bis zum Sommer 2022, er habe viel zu tun in Stuttgart. Und eine Ausstiegsklausel gebe es ebensowenig wie einen Gesprächstermin mit dem BVB.

Ein Dementi war das nicht, aber das Problem ist vorerst aufgeschoben. Und Mislintat darf wohl schon bald für die nächste Erstliga-Saison in Stuttgart planen.

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