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Mit zuletzt starken Leistungen hat sich Roberto Massimo beim VfB Stuttgart durchgesetzt. Am Montag trifft er im Topspiel auf seinen Ex-Verein Bielefeld – doch sein Einsatz steht auf der Kippe.

Ein Heimsieg ist Pflicht, wenn die Stuttgarter am Montagabend Arminia Bielefeld zum Spitzenspiel der 2. Bundesliga empfangen. Trotz der großen Wichtigkeit herrscht bei einem VfB-Spieler sicher auch jede Menge Vorfreude: Roberto Massimo. Der 19-Jährige ist nicht weit entfernt von Bielefeld aufgewachsen, hat beim DSC drei Jahre in der Jugend gespielt. Dort hat er seine ersten kleinen Schritte hin zum Profifußball gemacht – auch wenn bei weitem nicht alles glatt lief.

Viel Aufmerksamkeit in jungen Jahren

Schon früh wurde Massimo als großes Talent gehandelt. In der Saison 2016/17 schoss er sich mit 18 Toren zum Torschützenkönig der B-Junioren-Bundesliga West und feierte schon im Alter von 17 Jahren sein Profidebüt in der 2. Liga. Im Sommer 2018 sahen sich die finanziell angeschlagenen Bielefelder dann zu einem Verkauf von Massimo gezwungen – der VfB Stuttgart schlug für 2,5 Millionen Euro zu. Viel Geld für einen Jugendlichen, der so gut wie keine Profierfahrung vorzuweisen hatte.

Um seine Entwicklung voranzutreiben, verlieh Stuttgart den Flügelstürmer umgehend an dessen Heimatverein zurück. In zwei Jahren sollte er dann so weit sein, um dem VfB helfen zu können. Doch das erste Leihjahr verlief überhaupt nicht wie geplant: Nur vier Einsätze standen nach einer enttäuschenden Spielzeit zu Buche, weshalb Roberto Massimo frühzeitig zu seinem Stammverein zurückkehrte.

Mit Matarazzo kam die Wende

Auch in der aktuellen Saison kam Stuttgarts Nummer 30 zunächst nicht richtig zum Zug. In der Hinrunde stand Massimo unter Trainer Tim Walter nur drei Mal auf dem Feld. Doch nach dem Trainerwechsel in der Winterpause war die Chance endlich da. Und der Offensivmann nutzte sie. Seit dem Amtsantritt von Pellegrino Matarazzo kam Roberto Massimo in sechs der sieben Pflichtspiele zum Einsatz, fünfmal stand der Youngster in der Startelf – ein Spiel verpasste er verletzungsbedingt. Der gelernte Flügelspieler hat sich festgespielt, und das auf einer etwas ungewohnten Position: Im Stuttgarter System gab Massimo zuletzt regelmäßig den rechten Außenverteidiger in der 5er-Kette. Eine sehr anspruchsvolle Position, die mit viel Laufarbeit verbunden ist.

Angeschlagen vor dem Spitzenspiel

Doch sein Einsatz am Montag in dem so wichtigen Spiel gegen seinen Ex-Verein steht auf der Kippe. Den 19-Jährigen plagen seit letztem Wochenende Oberschenkelprobleme, seitdem hat er nur individuell trainiert. Massimo selbst wird sich die Partie wohl kaum entgehen lassen wollen, doch Trainer Matarazzo möchte kein Risiko eingehen.

Ob der Jungspieler also für das Spitzenspiel zur Verfügung steht, wird das Mannschaftstraining am Samstag entscheiden. Nimmt Massimo ohne Probleme teil, ist er eine Option für Montagabend – und kann seinen Lauf gegen die alten Kollegen fortsetzen.

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