Leipzigs Mittelfeldspieler Amadou Haidara (li.) und Stuttgarts Mittelfeldspieler Roberto Massimo (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | Bundesliga

Fast 80 Minuten in Unterzahl: VfB Stuttgart verliert bei RB Leipzig

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Dem VfB Stuttgart scheint im Saison-Endspurt die Puste auszugehen. Am 31. Bundesliga-Spieltag unterlagen die Schwaben bei RB Leipzig mit 0:2 (0:0). Es war für die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo die vierte Pleite in Serie.

Amadou Haidara (46. Minute) und Emil Forsberg (67., Foulelfmeter) trafen für die Leipziger, die nach drei Heimspielen in Folge ohne Sieg wieder erfolgreich waren. Zuvor hatte Stuttgarts Naouirou Ahamada die Rote Karte wegen groben Foulspiels (14.) gesehen.

Leipzig ist durch den wichtigen Triumph ganz nah dran an der Qualifikation für die Champions League. Steht mit 64 Zählern nun neun Punkte vor dem Fünften Borussia Dortmund. Für die Meisterschaft bräuchte es jedoch eine kleine Fußball-Sensation: RB spielt noch in Dortmund, zuhause gegen den VfL Wolfsburg und bei Union Berlin. Das Restprogramm der führenden Bayern ist mit Heimspielen gegen Borussia Mönchengladbach und den FC Augsburg sowie einer Auswärtspartie beim SC Freiburg klar einfacher. Der VfB steht nach der Pleite bei RB mit 39 Zählern auf Rang zehn.

Ahamada fliegt früh vom Platz

Gegen Stuttgart tat sich Leipzig in den ersten Minuten durchaus schwer, beide Teams liefen viel - doch Torchancen ließen die Abwehrreihen kaum zu. Erst der Platzverweis für Ahamada brachte etwas Schwung rein. Der Franzose hatte Haidara mit offener Sohle getroffen, Schiedsrichter Deniz Aytekin zog nach Ansicht der Videobilder Rot.

RB drückte in der Folge mehr, Christopher Nkunku (16.) scheiterte aus spitzem Winkel an VfB-Torwart Gregor Kobel. Tormöglichkeiten kreierten die Gastgeber aber auch in dieser Phase zu wenige, weil der VfB sich stark zurückzog. Leipzig fand gegen die schwäbische Wand selten den Raum für den letzten Pass. Das Ergebnis waren einige Halbchancen nach Standards sowie ein Schuss aus dem Getümmel von Nkunku (37.) aus zwölf Metern, den Kobel zur Ecke lenkte.

Der VfB schläft direkt nach der Pause

Nach der Pause kam Leipzig mit beeindruckender Entschlossenheit aus der Kabine: eine exzellente Flanke von Dani Olmo köpfte Haidara mit dem ersten Angriff wuchtig ins Netz - und sie wollten mehr. Nach einer tollen Kombination mit Nkunku tauchte Haidara (52.) plötzlich alleine vor Kobel auf, der erneut in höchster Not parierte. Aus ähnlicher Lage hielt der Schweizer Schlussmann danach gegen Alexander Sörloth (57.). Kobel lief in dieser Phase zur Höchstform auf, als er auch noch einen Volley von Angelino (63.) inklusive Olmos Nachschuss entschärfte.

Forsberg macht den Deckel drauf

Es brauchte ein Foul von VfB-Verteidiger Konstantinos Mavropanos an Forsberg, um den Torwart ein zweites Mal zu überwinden. Leipzigs Schwede trat selbst an und verwandelte sicher in die rechte Ecke. Gleichzeitig der Endstand - trotz weiterer Chancen für die Hausherren.

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