Die Präsidentschaftskandidaten Claus Vogt (links) und Pierre-Enric Steiger stellen sich gemeinsam den Fragen der Mitglieder.  (Foto: VfB Stuttgart)

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VfB Stuttgart: Wahlkampf oder Kuschelkurs?

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Die Präsidentschaftskandidaten Claus Vogt und Pierre-Enric Steiger stellen sich gemeinsam den Fragen der Mitglieder. Beginnt der heiße Wahlkampf oder bleibt es beim Kuschelkurs?

Seit Mitte Mai steht fest, Pierre-Enric Steiger wird Claus Vogt im Kampf um das Präsidentenamt herausfordern. Heute präsentieren sie sich erstmals gemeinsam mit allen anderen Kandidaten, die sich für das Präsidium bewerben, am sogenannten "Dunkelroten Tisch" - In der Soccerlounge der Mercedes-Benz Arena werden wenige Mitglieder vor Ort sein, aber die Veranstaltung wird auch im VfB-TV gestreamt, so dass den Kandidaten mit Fragen auf den Zahn gefühlt werden kann. Im Focus stehen natürlich die Kandidaten ums Präsidenten Amt.

"Ich hoffe, dass es keine Schlammschlacht wird"

Der Amtsinhaber und sein Herausforderer waren sich bei der gemeinsamen Vorstellung Mitte Mai einig, es soll ein fairer Wahlkampf werden. Wobei beide nicht von Wahlkampf sprechen wollen. Pierre-Enric Steiger spricht lieber von einer Wahlphase: "Ich führe keinen Wahlkampf gegen Vogt, sondern für das Amt".

Was unterscheidet die Kandidaten?

Während Vogt bisher sehr zurückhaltend agiert hat und vom Amtsinhaber-Bonus profitiert (er ist seit 2019 Präsident), muss sich Steiger den Mitgliedern erst einmal vorstellen. Das ist schwer in Coronazeiten. Mit über 100 Online-Konferenzen mit Fanclubs, versucht er das zu ändern.

"Vielleicht tut es gut einen Cut zu machen"

Claus Vogt hatte in seiner ersten Amtszeit mit vielen Unwegbarkeiten zu kämpfen. Corona, die VfB Datenaffäre und führungsinterne Machtkämpfe kosteten Kraft. Aber Vogt konnte sich als Aufklärer in der Datenaffäre präsentieren, das kam bei vielen Mitgliedern gut an, auch wenn es im Verein harsche Kritik an ihm gab u.a. vom Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger. All dass, will Vogt jetzt hinter sich lassen, blos keine Querelen vor der Mitgliederversammlung am 18. Juli. Vielleicht verhält er sich deshalb realtiv ruhig und setzt auf den Amtsbonus. Bei einer Wiederwahl will er dann endlich sein Projekt "Zukunft Profifußball" vorantreiben. Da geht es auch um die Rechte der Fans, z.b. die Weiterentwicklung des Fan-Ausschusses.

Beginnt jetzt die heiße Wahlkampfphase?

Steiger hat es ohne Präsenzveranstaltungen ungleich schwerer sich zu positionieren. Der Chef der Björn-Steiger-Stiftung, ist das unbeschriebene Blatt und wirbt für sich als Mann für den Neuanfang. Er will vor allem die die anderen Abteilungen stärken, das will Vogt aber auch. Beide stellen neben dem Fußball die anderen Sparten in den Vordergrund, wollen mehr in die Leichtathletik, den Parasport, Tischtennis oder den Frauenfußball investieren. Inhaltlich unterscheiden sich beide bis jetzt also relativ wenig. Vielleicht ändert sich das heute, wenn die Mitglieder den Kandidaten Fragen stellen dürfen und diese Stellung beziehen müssen. Gut möglich dass jetzt die heiße Phase im Wahlkampf beginnt.

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