Trainer Pellegrino Matarazzo beobachtet das Training vor der Partie gegen Union Berlin. (Foto: IMAGO, Sportfoto Rudel)

Bundesliga | VfB Stuttgart

Pellegrino Matarazzo: Kommen jetzt die Endspiele für den VfB-Trainer?

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Der VfB Stuttgart steckt in der sportlichen Krise. Kein Sieg in den ersten acht Saisonspielen, überhaupt nur drei gewonnene Spiele in diesem Jahr. Diese Statistik kennt jeder VfB-Fan. Viel diskutiert wird aktuell um die Zukunft von Trainer Pellegrino Matarazzo.

"Das Allerwichtigste ist, dass ich Vertrauen spüre in mich selbst und dass ich Vertrauen spüre in meine Mannschaft, in mein Trainerteam."

VfB-Trainer Matarazzo: "Ich kenne das Geschäft"

Pellegrino Matarazzo gibt sich keinen Illusionen hin. "Ich kenne das Geschäft", sagte der Trainer des auch nach acht Bundesliga-Spielen noch immer sieglosen VfB Stuttgart. Der Boulevard schreibt bereits von einem "Endspiel" für den 44-Jährigen am Sonntag gegen Union Berlin, den überraschenden Spitzenreiter vor der neunten Runde. "Natürlich nehme ich wahr, was geschrieben wird. Ich bekomme täglich einen Pressespiegel", sagte Matarazzo. Wenn es inhaltlich sinnvoll sei, versuche er sogar, "was davon mitzunehmen".

Das dürfte allerdings nicht für die Spekulationen um seine Zukunft gelten. Laut kicker werden bereits Adi Hütter und Sebastian Hoeneß als mögliche Nachfolger diskutiert. Matarazzo kämpft. "Es ist das Allerwichtigste, dass ich Vertrauen in mich selbst und in die Mannschaft spüre", betonte er.

Matarazzo lässt nichts unversucht

Noch ist unklar, wie intensiv sich die Verantwortlichen beim VfB schon mit einem Nachfolger für den Trainer beschäftigen. Doch bei einer deutlichen Niederlage gegen Union könnten sich die Bosse gezwungen sehen, vor dem Kellerduell mit Schlusslicht Bochum die Reißleine zu ziehen. Der nach außen oft ruhige Matarazzo lässt daher nichts unversucht. "Nach dem Wolfsburg-Spiel habe ich eine andere Schärfe reingebracht, weil sich die Situation verschärft hat", sagte er. Im Training ließ er Wettkämpfe austragen, die Verlierer wurden zugunsten eines guten Zwecks zur Kasse gebeten. "Wille ist sicher ein Punkt, aber nicht das Allheilmittel", sagte Matarazzo.

Matarazzo erwartet "Charaktertest" gegen Union Berlin

In der Partie gegen Union erwartet er einen "Charaktertest", weil die Berliner jeden Gegner vor einen solchen stellten. "Union hat ein brutales Defensivverhalten und Umschaltspiel. Wenn man nicht bereit ist, über eine gewisse Schmerzgrenze hinauszugehen und zu leiden, sich wehzutun, sich zu reiben, hat man keinen Erfolg."

Wie es gelingen kann? Über Kampf, Leidenschaft, den unbedingten Willen und dadurch, mehr in den "Infight" zu gehen, erklärte der Italoamerikaner, indem er einen Begriff aus dem Boxen benutzte. "Diese Infights sind auch entscheidend. Die Bereitschaft, in den Zweikampf zu gehen und mit dem Körper zu arbeiten." Es werde "kein schöner Offensivfußball" gegen die Berliner. "Aber er sollte effektiv sein."

Borna Sosa ist zurück

Die Personallage stimmt zuversichtlich: Borna Sosa ist zurück, die angeschlagenen Wataru Endo und Hiroki Ito sollten "eine Option sein können", so Matarazzo. Zudem sehe er die zwei Bundesliga-Heimspiele gegen den Europa-League-Teilnehmer Union und danach gegen den VfL Bochum sowie die DFB-Pokalpartie am 19. Oktober gegen Zweitligist Arminia Bielefeld "auch als Riesenchance, das Ganze zu drehen".

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