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Der gebürtige Kroate Borna Sosa vom VfB Stuttgart hat sich in seiner Heimat für die Absicht entschuldigt, künftig für die deutsche Fußballnationalmannschaft spielen zu wollen. Die Entscheidung sei falsch gewesen.

"Die Entscheidung, die ich getroffen habe, war falsch, und ich muss selbst die Verantwortung dafür übernehmen", schrieb der Abwehrspieler in einer Medienmitteilung, die der kroatische Fußballverband HNS am Donnerstag auf seiner Webseite veröffentlichte.

Wechsel wird nicht genehmigt

Sosa, der kürzlich in Deutschland eingebürgert wurde, hatte vor einigen Tagen erklärt, dass er sich für die deutsche Auswahl entschieden und dies dem kroatischen Nationaltrainer Zlatko Dalic mitgeteilt habe. Inzwischen stellte sich heraus, dass ein solcher Verbandswechsel nach den Regeln des Weltfußballverbands FIFA aber nicht so ohne weiteres möglich gewesen wäre. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verzichtete daher auf einen entsprechenden Antrag. Den geltenden Bestimmungen zufolge kann ein Wechsel der Nationalmannschaften nur dann genehmigt werden, wenn der Spieler zum Zeitpunkt seines letzten Einsatzes für sein ursprüngliches Land in einem Länderspiel beliebiger Kategorie noch nicht 21 Jahre alt war. Sosa war bei seinem letzten Einsatz für die U21 Kroatiens in der EM-Quali gegen Schottland Ende November 2020 aber schon 22 Jahre alt.

Ist sein Traum geplatzt?

In der Mitteilung ließ der heute 23-Jährige erkennen, dass er sich "Illusionen hingegeben" hätte. "Wie jeder Sportler träumte ich schon als Kind davon, bei großen Sportereignissen anzutreten", schrieb Sosa. Ohne an Geld oder andere materielle Werte zu denken, habe er davon geträumt, einmal bei Europa- oder Weltmeisterschaften aufs Feld zu laufen. Wenn der kroatische Verband der Ansicht sei, dass Sosa zum Erfolg seiner Auswahl beitragen könne, stehe er zur Verfügung.

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