Sven Mislintat (Foto: imago images, Poolfoto)

Fußball | Bundesliga

Vorzeitige Vertragsverlängerung: VfB-Sportdirektor Mislintat unterschreibt bis 2023

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Sven Mislintat hat seinen Vertrag beim VfB Stuttgart vorzeitig verlängert. Der Sportdirektor einigte sich nach längeren Gesprächen mit dem Verein auf einen neuen Vertrag bis 30. Juni 2023.

Bereits seit Wochen war die vorzeitige Vertragsverlängerung von Sportdirektor Sven Mislintat beim VfB Stuttgart ein Thema. Am Donnerstag teilte der Verein dann mit, dass Mislintat seinen ursprünglich bis 2021 datierten Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre verlängert. "Wir freuen uns sehr über das Commitment, den eingeschlagenen Weg zusammen weiterzugehen. Sven hat sich von seinem ersten Tag in Stuttgart vollumfänglich mit dem VfB und mit unserem Weg identifiziert", wird der Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger in einer Pressemitteilung zitiert.

Hitzslperger über Mislintat: "Umstrukturierung vorangetrieben"

In den vergangenen Wochen verlängerte der Klub die Verträge von Torjäger Nicolas Gonzalez, Mittelfeldspieler Wataru Endo und Außenverteidiger Borna Sosa. Wichtige Weichenstellungen für die Zukunft. "Er hat die Umstrukturierung des Kaders mit großer Motivation und Beharrlichkeit vorangetrieben und dabei neben seinem großartigen Fachwissen auch Mut und Weitsicht bewiesen", lobt Hitzlsperger die Arbeit von Mislintat. "Die positive Entwicklung der vergangenen Monate mit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga und dem erfreulichen Start in die aktuelle Saison ist das Resultat der hervorragenden Arbeit, die Sven gemeinsam mit Pellegrino Matarazzo und Markus Rüdt Tag für Tag für den VfB leistet."

Mislintat habe "konstruktive Streitkultur" eingeführt

In einem Interview mit dem SWR sagte Hitzlsperger zudem, dass ihm besonders die Arbeit in der Tiefe bei Mislintat imponiere. "Er will Dinge erklärt bekommen, und er kann auch gut erklären", sagte er. Gespräche mit Mislintat verliefen immer auf einem besonders hohen Niveau. Dazu hätte der Sportdirektor eine konstruktive Streitkultur eingeführt. Diskussionen dienten so beim VfB zur Findung der bestmöglichen Lösung.

Mislintat: "Positive sportliche Entwicklung eingeleitet"

Sven Mislintat ist seit April 2019 als Sportdirektor für den VfB tätig, zuvor arbeitete der 48-Jährige als Leiter Profifußball und Chefscout bei Borussia Dortmund und anschließend als Leiter der Scouting-Abteilung bei Arsenal London. Kurz nach seinem Amtsantritt folgte der Abstieg in die 2. Liga, nun zählt der VfB auch dank zahlreicher von Mislintat verpflichteter Talente zu den positiven Überraschungen der noch jungen Bundesliga-Saison.

"Ich habe zu Beginn meiner Tätigkeit beim VfB betont, dass ich es als Riesenherausforderung und als große Ehre empfinde, für den VfB arbeiten zu dürfen", kommt der Sportdirektor in der Pressemitteilung zu Wort. "Dass wir uns gut eineinhalb Jahre später auf die Verlängerung meines Vertrages verständigt haben, zeigt, dass es uns trotz nicht immer einfacher Rahmenbedingungen gemeinsam gelungen ist, den VfB zu stabilisieren und eine positive sportliche Entwicklung einzuleiten."

Transfers benötigen "klaren Plan"

Bei seinem Studiobesuch bei "SWR Sport BW" betonte er allerdings auch: "Wir werden immer wieder Schritte nach vorne machen, auch mal ein, zwei zurück." Mislintat sieht "jedes einzelne Spiel dieser Saison als Entwicklungszeit." Wichtig sind dem Sportdirektor "ein klarer Plan, ein klarer Weg und eine klare Strategie", nach der Verpflichtungen und Vertragsverlängerungen vorgenommen werden. "Wichtig ist, dass man dem Ganzen die Zeit gibt, sich weiterzuentwickeln und dass Qualität irgendwann auf dem Platz sichtbar wird".  

Vorbild: Magisches Dreieck und junge Wilde

Zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger, Trainer Pellegrino Matarazzo und Markus Rüdt (Direktor Sportorganisation) ist sich Sven Mislintat einig, dass das Ziel sein solle, den VfB so zu entwickeln, dass "man sich auch wieder mit dem Verein identifizieren kann". Als Vorbild sollen zwei Perioden gelten: "Das magische Dreieck und das der jungen Wilden. Wenn heute jemand sagt, dass beides irgendwie zusammen auf dem Platz zu erkennen ist, dann ist es ein sehr großes Kompliment für uns." 

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