Silas feiert gegen Mainz sein Comeback nach Kreuzbandriss. (Foto: imago images, imago images/Sportfoto Rudel)

Fußball | Bundesliga

"Stadion explodiert": Das emotionale Silas-Comeback beim VfB Stuttgart

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Der VfB Stuttgart holt gegen Mainz drei wichtige Punkte. Die Tore schießen wieder mal die Verteidiger. Das Comeback von Silas in der Schlussphase dürfte den Schwaben zusätzlichen Auftrieb geben.

Die Fans riefen den zurückgekehrten Hoffnungsträger lautstark zu sich - und Silas Katompa Mvumpa tat ihnen den Gefallen. Für einen Augenblick ließ sich der Flügelspieler des VfB Stuttgart ganz alleine feiern, dann genoss er den Befreiungsschlag des VfB Stuttgart wieder Seite an Seite mit seinen vor der Kurve aufgereihten Kollegen. Mit dem 2:1 (1:1) gegen den 1. FSV Mainz 05 beendeten die Schwaben am Freitag ihre Negativserie in der Fußball-Bundesliga, in der sie zuvor dreimal nacheinander verloren hatten, und kletterten zumindest vorübergehend vom 16. auf den 13. Tabellenplatz.

Borna Sosa, der sein erstes Bundesliga-Tor erzielte, freute sich nach dem Spiel über die drei Punkte und betonte die schwierige Ausgangslage. "Wir haben viele Verletzungs- und Coronaprobleme. Aber ich denke, wir kommen jetzt zurück. Die Spieler kommen von ihren Verletzungen zurück. Wir haben Silas heute gesehen und wir sind sehr froh." Er sei ein Spieler, der den Funken vom Rasen auf die Ränge überspringen lässt. "Das Stadion ist explodiert", sagte Sosa bei DAZN über die frenetisch bejubelte Einwechslung seines Mitspielers.

Silas bringt "positive Spirits" in die Mannschaft

Silas, der in der 85. Minute sein Comeback nach achtmonatiger Verletzungspause gegeben hatte, spielte dabei sportlich zwar nur eine Nebenrolle. Für die noch ausstehenden Aufgaben bis zur Winterpause dürfte die Rückkehr des Kongolesen dem VfB aber mächtig Aufwind geben. "Nicht nur wegen seiner Qualität, sondern auch durch sein Wesen und die positiven Spirits, die er mitbringt" sei Silas ein Gewinn für die Mannschaft, sagte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo. Alle hätten Silas "vermisst". Matarazzo geht allerdings nicht davon aus, dass Silas schon kommenden Sonntag gegen die Hertha wieder ein Kandidat für die Startelf ist. "Da fehlt noch vieles, was Körner und Ausdauer angeht", erklärte der Coach. Doch selbst, wenn es vor Weihnachten für den 23-Jährigen nur noch zu weiteren Teileinsätzen reicht, ist er eine Bereicherung für die lädierte Offensive des VfB.

VfB-Verteidiger erzielen acht der 18 Liga-Treffer

Gegen Mainz waren es wieder mal die Verteidiger, die für die offensiv lädierten Stuttgarter die Tore schießen mussten. Erst traf Hiroki Ito mit einem sehenswerten Schlenzer (21.), dann Sosa aus spitzem Winkel unter die Latte (51.). Acht der 18 Liga-Treffer des VfB in dieser Saison gehen damit auf das Konto von Abwehrspielern. Topstürmer Sasa Kalajdzic, der vergangene Spielzeit 16 Tore erzielte, wird dem VfB infolge einer Schulter-OP noch bis Jahresende fehlen. Chris Führich, der nach auskurierter Sprunggelenkverletzung gegen die 05er wohl in den Kader zurückgekehrt wäre, fehlt nun wegen einer Coronainfektion.

Immerhin ist neben dem von Syndesmoseproblemen genesenen Omar Marmoush, der erstmals seit Mitte Oktober wieder in der Startelf stand, jetzt aber Silas wieder dabei. "Es ging darum, ihm ein paar Minuten zu geben und ihn für die kommenden Wochen aufzubauen", sagte Coach Matarazzo über den Joker. Seine Mannschaft habe zuletzt "viel einstecken müssen", so der Trainer. Anders als bei der 1:2-Niederlage in Dortmund eine Woche zuvor konnten sich die Schwaben für ihren Aufwand diesmal belohnen. Und am Ende sogar noch einen ihrer wichtigsten Spieler in ihren Reihen zurück begrüßen.

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