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Nach dem Überschreiten einer wichtigen Corona-Warnstufe in Stuttgart und Mainz wurden die zugelassene Zuschauerzahl stark reduziert. Eine Ausnahme wird bei den Stuttgarter Kickers gemacht.

"Die Bundesliga-Begegnung des VfB gegen den 1. FC Köln am Freitagabend, 23. Oktober 2020, in der Mercedes-Benz Arena muss leider nach derzeitigem Stand vor leeren Zuschauerrängen ausgetragen werden. Grund hierfür ist die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, die den Schwellenwert von 50 neu gemeldeten Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner in Stuttgart überschritten hat", hieß es noch am Montag in einer Mitteilung des VfB Stuttgart. Und weiter: "Angesichts der aktuell steigenden Anzahl an Neuinfektionen hat das Amt für öffentliche Ordnung Stuttgart keine Genehmigung für eine Austragung der Partie vor Zuschauern erteilt." Am Dienstag erteilte die Stadt dann doch eine Erlaubnis für 200 Zuschauer bei Fußballspielen. Aktuell prüfe man, ob man von dieser Erlaubnis Gebrauch mache, teilte ein Sprecher des Vereins mit.

Am 3. Oktober hatten noch 9.500 Zuschauer im Stadion das 1:1 des VfB Stuttgart im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen gesehen. Nach der Länderspielpause treten die Schwaben zunächst auswärts bei Hertha BSC an.

500 Zuschauer bei den Stuttgarter Kickers

Die Stuttgarter Kickers erhalten von der Landeshauptstadt jedoch eine Ausnahmegenehmigung für die beiden anstehenden Heimspiele am 14. und 17. Oktober, wie ein Sprecher der Stadt am Montagabend mitteilte. Weil die Karten bereits verkauft seien, sei dort die Teilnahme von 500 Zuschauern erlaubt.

Nachdem in Stuttgart am Samstag der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten worden war, hatte die Stadt strenge Maßnahmen angekündigt. Am Montag betrug der Wert bereits 70, wie das Landesgesundheitsamt am Abend mitteilte.

In Mainz nur 250 statt 6.800 Zuschauer erlaubt

Auch der Fußball-Bundesligist 1. FSV Mainz 05 muss entgegen der ursprünglichen Planung die Zuschauerzahl für das kommende Heimspiel gegen Bayer Leverkusen reduzieren. Als Reaktion auf die stark ansteigenden Inzidenzwerte dürfen gemäß des neuesten Beschluss´ der Stadt Mainz am Samstag (15.30 Uhr) lediglich 250 Fans in die Opel Arena. Die gleiche Regelung gilt wahrscheinlich auch für das Heimspiel am 24. Oktober gegen Borussia Mönchengladbach. Eine finale Entscheidung werde laut Ordnungsamt kurzfristig fallen.

Ursprünglich hatte die Stadt für beide Partien 6.800 Zuschauer und damit eine Stadionauslastung von 20 Prozent genehmigt. Aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Situation habe sich diese Zusage überholt, sagte der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling auf einer Pressekonferenz: "Alles andere wäre, glaube ich, auch nicht vertretbar." Am Wochenende hatte auch in Mainz die 7-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 50 überschritten. Beim ersten Heimspiel der 05er gegen den VfB Stuttgart (1:4) waren noch 3.403 Fans im Stadion.

3. Liga: Mannheim in Wiesbaden ohne Zuschauer

Der baden-württembergische Fußball-Drittligist Waldhof Mannheim wird am Samstag in Wiesbaden (ab 14 Uhr live im SWR Fernsehen) ohne Zuschauer spielen. Wie der Zweitliga-Absteiger Wehen Wiesbaden mitteilte, untersagten die lokalen Behörden "unter Berücksichtigung der absoluten Infektionszahlen in der Region und der Infektionsdynamik" eine Zulassung von Zuschauern. Laut Robert-Koch-Institut stieg die Sieben-Tage-Inzidenz in der hessischen Landeshauptstadt am Dienstag auf 44,9 und damit über den zulässigen Grenzwert von 35.

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